Laut Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen stehen die strafrechtlichen Ermittlungen im Fall der Lauffenmühle in Lauchringen kurz vor dem Abschluss. „Mit ihrem Abschluss dürfte in nächster Zeit zu rechnen sein“, teilte Staatsanwalt und Pressesprecher Florian Schumann auf Nachfrage mit.

Verdacht auf Untreue

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Nachdem bereits im März gegen vier Beschuldigte ermittelt wurde, werden diese nach Abschluss der strafrechtlichen Ermittlungen Gelegenheit erhalten, sich umfassend zu den im Raum stehenden Tatvorwürfen zu äußern. Laut Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht der Untreue. So könnten Produktionsmittel über den eigentlichen Marktpreis hinaus und unter Zwischenschaltung von Firmenkonstrukten eingekauft worden sein – zu Lasten der Lauffenmühle. Einer der damaligen Geschäftsführer hatte das aber bestritten.

So geht es weiter

Nachdem die Beschuldigten sich äußern dürfen, entscheidet die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen über den weiteren Gang des Verfahrens. Die Behörde betont: „Im Hinblick auf die Komplexität des Sachverhalts und die bislang ermittelten be- und entlastenden Einzelheiten wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bis zu einer etwaigen rechtskräftigen gerichtlichen Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt.“

Sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind, soll die Öffentlichkeit über den Ausgang informiert werden.

Rückblick

Nachdem die Lauffenmühle in Lauchringen mit rund 250 Beschäftigen im Januar 2019 Insolvenz angemeldet hatte und der Betrieb dann zum 31. Juli eingestellt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen die Ermittlungen aufgenommen. Ermittelt wurde wegen des Verdachts „des Bankrotts und der Insolvenzverschleppung“. Noch vor Betriebsschließung haben Mitarbeiter und ehemalige Angestellte Vorwürfe gegen die beiden Geschäftsführer Volker Steidel und Werner Ritzi sowie die Daun-Gruppe, Bürgermeister Thomas Schäuble und Insolvenzverwalter Philipp Grub erhoben. Die Beschäftigten der Lauffenmühle waren sich sicher: Das Unternehmen hätte gerettet werden können, wenn man das auch gewollt hätte. Die Beschuldigten dementierten die Vorwürfe.

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