Ein Schweizer Militärhubschrauber wird am Montag, 15. Juni, vormittags und nachmittags über dem Hochrhein fliegen. Grund dafür ist nach Informationen des Landratsamts Waldshut allerdings nicht die Wiedereröffnung der Grenze, sondern die Messung von Radioaktivität im Bereich der Atomkraftwerke Leibstadt und Beznau.

„Im Auftrag des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI führt die Nationale Alarmzentrale NAZ im Zweijahresrhythmus Radioaktivitäts-Messflüge in der Umgebung der Schweizer Kernanlagen durch“, heißt es in einer Mitteilung. In unregelmäßigen Abständen würden auch Gebiete in der weiteren Umgebung bis 20 Kilometer um die Kernkraftwerke, entsprechend der Notfallschutzzone 2, ausgemessen.

Das Schweizer Atomkraftwerk Leibstadt gegenüber Waldshut – während einer Revision ohne Dampf. (Archivbild)
Das Schweizer Atomkraftwerk Leibstadt gegenüber Waldshut – während einer Revision ohne Dampf. (Archivbild) | Bild: Gerard, Roland

Seit mehreren Jahren verfolge die NAZ zusätzlich ein Messprogramm, „das die normale Radioaktivität in den Städten der Schweiz und weiteren interessanten Gebieten misst.“

Darum soll ein Super-Puma Helikopter der Schweizer Luftwaffe, bestückt mit einem speziellen Messgerät, in rund 90 Metern Höhe mehrmals in parallelen Bahnen über das auszumessende Gebiet fliegen. Das Landratsamt weist darauf hin: „Aufgrund der niedrigen Flughöhe ist eine gewisse Lärmbelastung nicht zu vermeiden.“

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