Raserei, frisierte Zweiräder, falsch montiertes Kennzeichen und einiges mehr: Bei groß angelegten Kontrollen im Landkreis Waldshut bei Bonndorf und St. Blasien hat die Polizei laut Mitteilung von Sprecher Mathias Albicker am Wochenende einige Ordnungswidrigkeiten festgestellt und angezeigt. Im Fokus der Maßnahmen am Freitag und Sonntag waren Motorräder. Die Beamten des Polizeipräsidiums stoppten dabei auch einige Autofahrer.

Die Polizei achtete laut Information schwerpunktmäßig auf die zulässigen Geschwindigkeiten und technischen Zustand der Maschinen.

Raser mit 134 Stundenkilometern unterwegs

Im Bereich Bonndorf hätten die Einsatzkräfte im Steinatal auf der L 159 und im Bereich Ebnet kontrolliert. Dort sei auch die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern überwacht worden. Sechs Fahrzeuglenker seien erheblich zu schnell unterwegs gewesen. Unrühmlicher Spitzenreiter war laut Polizei ein 22-jähriger Autofahrer, der mit 134 Stundenkilometern geblitzt wurde.

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Standgeräusch von weit über 100 Dezibel

Die Beamten erstatteten sieben weitere Anzeigen. An drei Fahrzeugen stellten sie unerlaubte technische Veränderungen fest. Eine Harley-Davidson fiel laut Angaben mit einem Standgeräusch von weit über 100 Dezibel auf. Der Biker hatte für die montierte Abgasanlage keinen Zulässigkeitsnachweis.

Ein Jugendlicher sei mit einem frisierten Kleinkraftrad an der Kontrollstelle ertappt worden. Seine Fahrerlaubnis sei nicht ausreichend gewesen. Die Polizei erstattete Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

98 Motorrad- und 20 Autofahrer kontrolliert

Uniformiert und mit zivilen Einsatzfahrzeugen war die Polizei rund um St. Blasien zwei Tage später, am Sonntag, 16. Mai, präsent. Insgesamt seien 98 Motorrad- und 20 Autofahrer kontrolliert worden. Das Ergebnis: Sieben Anzeigen wegen erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen und zwei wegen Überholverstößen. Zudem habe es Beanstandungen wegen falscher Kennzeichenanbringung und unzulässiger lichttechnischer Einrichtungen gegeben.

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Schwere Unfälle rücken Zweiräder in den Fokus

Wie Albicker schreibt waren die Motorradkontrollen über das Wochenende Teil einer Konzeption, die Maßnahmen während der gesamten Saison vorsieht. Mit Blick auf die jüngsten schweren Motorradunfälle sieht das Polizeipräsidium Freiburg diese Maßnahmen als geboten an.

Albicker schreibt: „Die schweren Motorradunfälle, die trotz der intensiven Kontrollen auch an diesem Wochenende auf Südbadens Straßen zu beklagen waren, haben gezeigt, dass gezielte Maßnahmen zur Unfallprävention dringend nötig sind. Das Polizeipräsidium Freiburg wird den Kontrolldruck auf den beliebten Motorradstrecken weiter aufrechterhalten und regelmäßig präventive Aktionen durchführen.“