Die landeseigene Rothaus-Brauerei soll nach den Worten von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) beim Klimaschutz für die gesamte Branche Vorbild sein. „Es ist wichtig, dass gerade eine staatliche Brauerei zeigt, dass es ökologisch und ökonomisch der richtige Weg ist“, sagte Kretschmann am Montag in Grafenhausen bei der Eröffnung einer Fotovoltaikanlage der Brauerei. Ziel sei ein wirtschaftliches Modell, das „kopierfähig“ sei, so der Regierungschef.

Von links: Peter Hauk (CDU), Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann ...
Von links: Peter Hauk (CDU), Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Bündnis 90 / Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, und Christian Rasch, Alleinvorstand der Staatsbrauerei Rothaus AG. | Bild: Philipp von Ditfurth

Die Brauerei im Schwarzwald will nach eigenen Angaben bis 2030 „klimapositiv“ produzieren. Es wird dann also mehr klimaschädliches CO2 kompensiert als verursacht – diese Überkompensation hat einen positiven Effekt auf das Klima. Aufsichtsratschef und Agrarminister Peter Hauk (CDU) sagte, es sollten in der Gegend sechs bis acht Windräder gebaut werden, ein bis zwei davon könnten dabei für die Staatsbrauerei reserviert werden.

Winfried Kretschmann (l-r, Bündnis 90 / Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, und Christian Rasch, Alleinvorstand der ...
Winfried Kretschmann (l-r, Bündnis 90 / Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, und Christian Rasch, Alleinvorstand der Staatsbrauerei Rothaus AG. | Bild: Philipp von Ditfurth

Die Braubranche hat nach früheren Verbandsangaben einen hohen Energiebedarf und ist deshalb besonders von den gestiegenen Energiepreisen betroffen.

Winfried Kretschmann und Christian Rasch gehen auf dem Betriebsgelände der Brauerei Rothaus durch die Abfüllanlage.
Winfried Kretschmann und Christian Rasch gehen auf dem Betriebsgelände der Brauerei Rothaus durch die Abfüllanlage. | Bild: Philipp von Ditfurth

Geplant sind bei Rothaus in den kommenden Jahren Investitionen von rund 40 Millionen Euro, die aus eigener Kraft der Brauerei finanziert werden sollen. Das Geld fließt unter anderem für die Fotovoltaikanlage mit 9000 Quadratmetern Fläche. „Wenn wir den Energieverbrauch reduzieren, sparen wir bares Geld – da steckt dann auch ein Stück schwäbische Hausfrau im badischen Braumeister“, sagte Kretschmann.