Kinderbetreuung macht Kopfzerbrechen: Vor Corona war es ganz einfach. Im ersten Lebensjahr in die Krippe oder zur Tagesmutter, mit drei in die Kita und nach der Schule in den Schülerhort, die Eltern haben sich daran gewöhnt. Die Wirtschaft braucht die Arbeitskräfte. Die Haushalte brauchen die Einkommen. Dabei geht es finanziell um Milliarden und von der Zahl der Kinder her um Millionen: Mehr als 3,9 Millionen (Vorjahr 3,8 Millionen) Kinder im Alter unter 14 Jahren wurden bundesweit zum Stichtag 1. März 2020 in Tageseinrichtungen beziehungsweise Tageseltern betreut und gefördert.

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Im Kreis Waldshut waren in der Summe zuletzt 7274 Jungen und Mädchen im Alter von bis zu 14 Jahren tagsüber in einer Krippe, einem Hort, einer Kita, oder bei einer Tagesmutter untergebracht (ohne Doppelzählungen). Im Vorjahr registrierte die Statistik hier noch insgesamt 7034 betreute Kinder, davor waren es 6895 und im Jahr 2017 hatte die Zahl bei 6747 betreuten Kindern gelegen.

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Der Trend zu mehr Kindern in staatlich-kommunaler Obhut im Bund ist klar, wird gefördert und dass eine wichtige Wählendengruppe zu befriedigen ist, ist keine Frage: Eltern nutzen verstärkt Kitas und Tagesmütter, deutschlandweit werden immer mehr Kinder im Alter bis zu 14 Jahren fremdbetreut. Vor allem immer mehr Kleinkinder zeigt die Statistik. Zuletzt kletterte die Zahl der betreuten unter Dreijährigen bundesweit von 818.427 auf 829.163 und die Gesamtzahl aller betreuten Kinder bis 14 Jahre um etwas mehr als 94.000 auf mehr als 3,9 Millionen Kinder. Davon 474.202 in Baden-Württemberg (Vorjahr: 463.463), was hier einem Plus von 0,4 Prozent entspricht.

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Plätze für die Jüngsten sind begehrt: Im Kreis Waldshut besuchten zum Stichtag 1040 Kleinkinder unter drei Jahren einen Kindergarten oder eine Kita, weitere 122 waren (eventuell auch zusätzlich) bei einer Tagesmutter. Unterm Strich gab es 1156 betreute Kleinkinder. Das sind – entgegen dem allgemeinen Trend – vier weniger als im Vorjahr (-0,34 Prozent).

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Die Drei- bis Sechsjährigen, also die Kinder im klassischen Kindergartenalter, bilden bundesweit mit mehr als 2,2 Millionen Kindern die stärkste Gruppe der Fremdbetreuten. Im Kreis Waldshut besuchten aus dieser Altersgruppe 4962 Jungen und Mädchen Kindergärten beziehungsweise Kitas, weitere 43 waren (eventuell auch zusätzlich) bei Tageseltern untergebracht. Bei den Kindern von sechs bis 14 Jahren sind 1110 in Einrichtungen und 66,  in Tagespflege (Vorjahr: 1106/77).

Die Mittagsverpflegung

Wie lange Mutter, Vater, Kind sich werktags nur wenig sehen, wird nicht erhoben. Aber es ist bekannt, bei wie vielen Kindern Mittagsverpflegung zur Betreuung gehört. Diese kommt im Kreis Waldshut bei 2320 Kindern oder 31,89 Prozent aller betreuten Kinder auf den Tisch. Gemeinsames Mittagessen mit den Eltern ist bei den Kindern, die in staatlich getragene Betreuung gegeben werden, in coronafreien Zeiten also eher die Ausnahme.

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Tagesmutter oder Kita? Da favorisieren Eltern landauf, landab den Kita-Platz. Im Kreis Waldshut registrierten die Statistiker über alle Altersgruppen hinweg insgesamt 7112 betreute Kinder in Tageseinrichtungen und 231 (teilweise ergänzend) durch Tageseltern betreute Jungen und Mädchen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Kita-Kinderzahl um 250, die der Tagesmütter-Kinder sank um 42. Oder 3,6 und -15,4 Prozent.

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Für Betreuungsplätze und längere Betreuungszeiten spricht, dass frühkindliche Bildung zunehmend positiv gesehen wird, abgesehen davon, dass Mütter frühzeitig in ihren Beruf zurückwollen und dort zeitlich flexibel sein müssen. Corona bringt dabei alle in die Bredouille, weil das System recht eng getaktet ist und die Wohnungsgrößen zuweilen eher klein sind. Deswegen besteht auch der Drang der Kultuspolitik, Kitas und Schulen wieder zu öffnen.