Ein mit 175 Uhren beladener VW-Bus ist einer Zollstreife am Donnerstag bei Stühlingen ins Netz gegangen. Wie das Hauptzollamt Singen eine Woche später mitteilt, hatte der Fahrer überdies Verpackungsmaterial, Werbeaufsteller, Taschen und Prospekte geladen. Der Zoll beziffert den Gesamtwert der Ware auf 5500 Euro.

Darum kehrte der Mann wieder um

Laut Angaben wollte der Mann mit seiner Ladung bereits in Laufenburg über die Grenze fahren. Auf Nachfrage des Zöllners habe er die Ware mündlich angemeldet. Der Beamte habe ihn darüber informiert, das bei einem Gesamtwert von 5500 Euro eine schriftliche Zollanmeldung abgegeben werden müsse.

Offensichtlich wollte der Mann den Papierkram und die Einfuhrabgabe umgehen. Er habe sich dazu entschieden, seine Ware wieder zurück in die Schweiz zu bringen.

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Wie aus der Zollmitteilung hervorgeht, suchte sich der Mann einen anderen Grenzübergang, um seine Ladung unbemerkt nach Deutschland zu bringen.

Eine knappe Stunde später sei der VW-Bus den Beamten auf ihrer Streifenfahrt Richtung Stühlingen aufgefallen.

Hinterm Steuer ein bekanntes Gesicht

Dem Hauptzollamt zufolge hielten die Zöllner das Fahrzeug an. Hinterm Steuer saß der bereits bekannte Fahrer. „Immer noch mit all seinen geladenen Waren, aber wieder ohne die erforderlichen Einfuhr- und Verzollungsdokumente“, schreibt Zollsprecherin Sonja Müller weiter.

Damit muss der Schmuggler nun rechnen

Die Beamten hätten ein Steuerstrafverfahren eingeleitet. Die Einfuhrabgaben wurden laut Angaben auf 1200 Euro festgesetzt.

Der Mann bezahlte den Betrag, er durfte seine Reise mit seinen Waren fortsetzen. Warum nicht gleich?

Zöllner entdecken immer wieder unverzollte Uhren

„Immer wieder stoßen Zöllner bei ihren Kontrollen auf unverzollte Uhren aus der Schweiz, besonders aus dem Luxussektor“, schreibt Müller. So waren die Zollbeamten bei einer Kontrolle im August auf der A81 bei Geisingen auf ein Fahrzeug, in dessen Fußraum des Rücksitzes eine 10.500 Schweizer Franken teure Uhr verstaut gewesen war, gestoßen.

Viel Arbeit für das Hauptzollamt Karlsruhe

Auch in diesem Fall war gegen die Beteiligten ein Steuerstrafverfahren eingeleitet worden. Er hatte Einfuhrabgaben in Höhe von 2200 Euro bezahlen müssen. Die weitere Bearbeitung des Verfahrens hatte das Hauptzollamt Karlsruhe übernommen. Die Beteiligten müssten mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Aktuell lägen beim Hauptzollamt Karlsruhe 40 ähnliche Verfahren im Zusammenhang mit hochwertigen Uhren aus der Schweiz auf dem Tisch.

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