Das Landratsamt Waldshut hat eine neue Allgemeinverfügung erlassen, mit der das seit Ende Märze bestehende Alkoholverbot auf bestimmt Plätzen in Waldshut-Tingen, Bad Säckingen und Laufenburg verlängert wird. Das alte Verbot wäre am heutigen Tag ausgelaufen.

Die neue Verfügung gilt – im Einvernehmen mit den betroffenen Städten bis zum 30. April. Der räumliche Geltungsbereich des Alkoholverbots bleibt dabei unverändert. Damit ist der Ausschank und Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum in folgenden Gebieten weiterhin untersagt:

Bad Säckingen

  • Fußgängerzonen und verkehrsberuhigte Bereiche in der Innenstadt
  • Bushaltestellen,
  • Bahnhofsumfeld (Bahnsteig und Bereich zwischen dem Bahnhofsgebäude und der Waldshuter
    Straße, inklusive Grünanlage),
  • öffentliche Parkplätze und Tiefgaragen,
  • der „Lohgerbe“ (öffentlicher Bereich zwischen der Schützenstraße im Süden, der Steinbrückstraße im Osten, der Scheffelstraße im Westen, der Alten Basler Straße im Norden und der Werderstraße
    im Nordwesten),
  • im Schlosspark.

Laufenburg

  • Laufenbrücke
  • Bahnhofstraße (Bereich zwischen Laufenbrücke bis zum Bahnübergang am Westbahnhof)
  • Hauptstraße (Bereich zwischen Laufenbrücke bis zur Abfahrt zum Parkhaus Rheinterrasse) einschließlich Rathausplatz,
  • Halde,
  • Codman-Anlage (Flurstücknummer 100 und 103/2),
  • Rheinuferweg (Bereich zwischen Laufenbrücke bis zum Parkplatz am Andelsbach).

Waldshut-Tiengen

  • Fußgängerzone Kaiserstraße in Waldshut
  • Viehmarktplatz Waldshut Busbahnhof Rheinfels in Waldshut
  • Parkplatz am Schulzentrum (an der Wutachstraße) in Tiengen
  • Fußgängerzone Hauptstraße in Tiengen
  • Schlosspark Tiengen.


Die Verlängerung sei erforderlich, weil die Ausbreitung der britischen Corona-Mutation im Landkreis Waldshut weiter zunimmt, heißt es zur Begründung aus dem Landratsamt. Zudem ist wegen der jetzt im Frühjahr steigenden Temperaturen weiterhin damit zu rechnen, dass sich mehr Personen im Freien aufhalten. Diese nehmen – ähnlich wie an den Osterfeiertagen – nicht nur Spaziergänge vor, sondern halten sich auch für längere Zeiträume an bestimmten Örtlichkeiten auf. Wird hierbei Alkohol konsumiert, bestehe die Gefahr, dass infolge der dem Alkohol immanenten enthemmenden Wirkung die Infektionsrisiken nicht mehr richtig eingeschätzt und sowohl die AHA-Regeln als auch die Kontaktbeschränkungen nicht mehr eingehalten werden. Hierdurch steige das Infektionsrisiko merklich.

Deshalb sehe das Landratsamt Waldshut gemeinsam mit den Städten und Gemeinden in der Verlängerung des Verbots bis Ende April ein wirksames Mittel, wie das Coronavirus, ergänzend zu den übrigen geltenden und von der CoronaVO vorgesehenen Schutzmaßnahmen, weiterhin eingedämmt werden kann. Die Allgemeinverfügung tritt vor Ablauf des 30. April außer Kraft, sobald die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 bezogen auf den Landkreis Waldshut in sieben aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten wird.