Normalerweise entscheiden beim Landkreis die gewählten Kreisräte über die Vergabe von Millionen-Ausgaben. Das war in Zeiten der Corona-Pandemie mangels Sitzungsterminen aber anders. Erst nachträglich ließ sich Landrat Martin Kistler eine Reihe schwerwiegender Entscheidungen im Kreistag absegnen: darunter den Ersatzneubau für die Wutach-Brücke in Horheim für 1,56 Millionen Euro, die Sanierung der Steinbachbrücke bei Unteralpfen (278.000 Euro) und den Kauf eines Unimogs für die Straßenmeisterei Segeten, der mit Winterdienst-Ausstattung 235.000 Euro kostet.

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Auch wichtige Entscheidungen für das künftige Kreisklinikum in Albbruck brachte der Landrat auf den Weg: Ein Stuttgarter Architekten- und Stadtplaner-Büro wird mit der städteplanerischen Masterplanung für den Gesundheitspark Hochrhein in Albbruck beauftragt; der künftige Nordbau für die Restlaufzeit des Klinikumgebäudes in Waldshut bekam grünes Licht; die Kosten für den Bebauungsplan am künftigen Standort teilen sich Landkreis Waldshut und Gemeinde Albbruck vertraglich. Bei der Neuausschreibung der gelben Säcke für die Jahre 2021/23 sollen die Säcke in Stärke und Reißfestigkeit verbessert werden. Die Kreisräte stimmten den Entscheidungen nachträglich geschlossen zu. Telefonisch hatte sich der Landrat vor den Eilentscheidungen mit den Sprechern der fünf Fraktionen und der AfD abgestimmt.

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