Sehr viele Daumen waren gedrückt und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das dreiköpfige Küchen-Team der Psychiatrie Baselland (PBL) unter Leitung von Küchenchef Andreas Krais hat an der Schweizer Meisterschaft im Kochen in der Gemeinschaftsgastronomie den dritten Rang erreicht. Die Equipe gewann einen Pokal, ein Diplom und ein Preisgeld.

Das offizielle Preisträgerfoto (von links): Alexandre Colomb, Anna Baltic und Andreas Krais.
Das offizielle Preisträgerfoto (von links): Alexandre Colomb, Anna Baltic und Andreas Krais. | Bild: SVG Trophy

Auch vom deutschen Hochrheinufer aus, wurde der Wettbewerb mit Spannung verfolgt, denn Küchenchef Andreas Krais stammt aus Wehr und konnte seine große Leidenschaft für das Kochen in Bad Säckingen entwickeln. In der renommierten Fuchshöhle absolvierte er seine Ausbildung, ehe er dann auf nationalem und internationalem Parkett Fuß fasste. Mittlerweile ist er in der Gemeinschaftsgastronomie tätig und leitet die Großküche der Psychiatrie Baselland.

Mit seinem Team, die „Küchentiger“, hat es Krais im Finale um die SVG-Trophy auf das Podest geschafft. „Die Bronzemedaille freut mich riesig, denn die Konkurrenz war hart“, sagte der Küchenchef kürzlich während der Siegerehrung in Rothenburg.

Küchenchef Andreas Krais hat seine Wurzeln in Wehr und lernte in der Bad Säckinger Fuchshöhle.
Küchenchef Andreas Krais hat seine Wurzeln in Wehr und lernte in der Bad Säckinger Fuchshöhle. | Bild: Psychiatrie Baselland (PBL)

„Ich bekomme immer noch Gänsehaut, wenn ich an die Siegerehrung zurückdenke“, sagt Krais. Durch die gute Platzierung wurde er bei den Disciples Escoffier International aufgenommen. Dabei handelt es sich um eine Küchenchef-Vereinigung mit einer Schweizer Delegation.

„Ich wurde vom Präsidenten Pierre Alain Favre mit einem Ritterschlag mit einem Riesenkochlöffel damit in der Riege der besten Köchen aufgenommen“, freut sich der Wehrer Küchenchef. Das Zeichen ist eine rote Schleife mit einer Sauciere daran. Die Vereinigung genieße international einen sehr hohen Stellenwert. „Bei der Ernennung wurde ich von Anton Mosimann geehrt“, so Krais weiter. Und der ist immerhin als Privatkoch der englischen Königsfamilie in London tätig.

Dieser Leistung von Andreas Krais, seinem Stellvertreter Alexandre Colomb und Köchin Anna Baltic sind intensive Vorbereitungen vorausgegangen, die im Finalkochen im September in der Psychiatrie Baselland (PBL) gipfelten. Sechs Gruppen aus der ganzen Schweiz kämpften nach einer Vorausscheidung in der Endrunde um den Meistertitel des Schweizer Verbandes für Spital-, Heim- und Gemeinschaftsgastronomie (SVG).

Auch die Zubereitung floss in das Jury-Urteil mit ein.
Auch die Zubereitung floss in das Jury-Urteil mit ein. | Bild: Psychiatrie Baselland (PBL)

Auch Fabian Keller, stellvertretender CEO der PBL, ist vom dritten Rang der „Küchentiger“ angetan: „Die hohe Qualität unserer Küche ist uns schon von vielen Gästen attestiert worden. Die Bronzemedaille dieser schweizweiten Kochmeisterschaft bestätigt diese Rückmeldungen“, wird er zitiert.

Die Finalisten mussten ein Dreigangmenü zubereiten, das von einer Fachjury des Schweizer Kochverbandes bewertet wurde.

Am Finaltag galt es die Jury mit einem dreigängigen Menü zu überzeugen. Dafür gab es klare Vorgaben.
Am Finaltag galt es die Jury mit einem dreigängigen Menü zu überzeugen. Dafür gab es klare Vorgaben. | Bild: Psychiatrie Baselland (PBL)

Der Warenwert für das ganze Menü durfte zehn Franken pro Person nicht übersteigen.

Und so sah das Menü der Küchentiger aus:

Die Vorspeise: Gemäß Ausschreibung „eine warme, kreative Suppe mit Hülsenfrüchten und Gemüse“.
Die Vorspeise: Gemäß Ausschreibung „eine warme, kreative Suppe mit Hülsenfrüchten und Gemüse“. | Bild: Psychiatrie Baselland (PBL)
Der Hauptgang. Gefordert war ein „Hauptgang aus Mastgeflügel mit einer Stärkebeilage und saisonalem Gemüse“.
Der Hauptgang. Gefordert war ein „Hauptgang aus Mastgeflügel mit einer Stärkebeilage und saisonalem Gemüse“. | Bild: Psychiatrie Baselland (PBL)
Das Dessert: Eine „Süßspeise bestehend aus zwei Hauptkomponenten mit ‚einheimischen Früchten‘“.
Das Dessert: Eine „Süßspeise bestehend aus zwei Hauptkomponenten mit ‚einheimischen Früchten‘“. | Bild: Psychiatrie Baselland (PBL)

Gewonnen hat die SWISS-SVG-Trophy 2021 übrigens ein Team aus dem Spital Linth in Uznach (SG); den zweiten Rang belegte das Insel Spital Bern, den vierten Rang teilten sich die Teams aus dem Spital Lachen (SZ), der Gastronomiegruppe ZFV Lausanne sowie des Personalrestaurants SAG in Dietlikon (ZH).

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