Im September 2017 gewann der heute 34-Jährige aus Lauchringen bei der Bundestagswahl das Direktmandat für den Wahlkreis Waldshut und trat damit die Nachfolge von Thomas Dörflinger an.

Die Gratulationen fanden per Ellenbogenbekundung kurz nach 21 Uhr statt. 98 Prozent der 194 Stimmberechtigten hatten für Felix Schreiner bei vier Nein-Stimmen votiert. Ungewöhnlich zu vorherigen Veranstaltungen: Sich bei Betreten der Stadthalle die Hände zu desinfizieren, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 Meter einzuhalten. Auch wurde darauf hingewiesen, keine Hände zu schütteln und Berührungen zu vermeiden.

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Zügig wurde die Geschäftsordnung unter Versammlungsleitung von Klaus Schüle abgewickelt. Rasch waren die Wahlen vollzogen. Die Leitung der Stimmzählkommission hatte Richard Renz übernommen. Besonders hervorgehoben wurde die Anwesenheit von Alt-Landtagspräsident Peter Straub sowie den Abgeordneten Sabine Hartmann-Müller und Patrick Rapp und der ehemaligen Bundestagsvertreterin Gabriele Schmidt.

Grußworte richtete Gastgeber Bürgermeister Michael Scharf an die rund 200 Teilnehmer. Normalerweise fasse die renovierte Stadthalle an der Schwimmbadstraße 1700 Personen. Umso sehr freute sich das Stadtoberhaupt, ausreichend Raum „zur Unterstützung der Demokratie“ zur Verfügung zu stellen.

Abstandhalten in der Stadthalle Bonndorf.
Abstandhalten in der Stadthalle Bonndorf. | Bild: Heidi Rombach

Vor dem Urnengang erinnerte Klaus Schüle daran, an die neue Frauenquote von 1/3 der zu Wählenden zu denken. 32 Christdemokraten stellten sich für die Wahlen der Bezirksvertreterversammlung und 23 für die Landesvertreterversammlung zu Verfügung.

CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller wurde am 4. Juli 2020 bereits in der Tiengener Stadthalle von den CDU-Mitgliedern der Kreisverbände Lörrach und Waldshut als Kandidatin für den Landtagswahlkreis 59 (Waldshut-Rheinfelden) mit 93 Prozent der Stimmen nominiert. Zweitkandidatin ist Nathalie Rindt aus Gurtweil.

Hartmann-Müller bescheinigte Felix Schreiner nicht nur mit der Politik aufgewachsen, sondern auch mit ihr verwurzelt zu sein. Seine zusätzliche Arbeit als Kreisvorsitzender werde überall geschätzt, nicht nur, weil er im Wahlkreis immer präsent ist. Wegen der Corona-Pandemie habe er zwischen Berlin und seinem Wahlkreis einen Spagat geleistet. „Gerade die Corona-Lockdown-Schließung hat gezeigt, wie stolz wir sein können, dich als unsere Stimme in Berlin zu haben.“ Sein Einsatz für die Wiedereröffnung der Grenzen habe dies eindrucksvoll gezeigt.

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Ferner bescheinigte sie Schreiner, überzeugend und weitsichtig zu agieren. Stets mit wachsamem Auge als verkehrspolitischer Experte fördere er die Region, wo es nur geht. In kurzer Zeit habe er im Bundestag ein außerordentliches Netzwerk geschaffen und hervorragende Kontakte zu Ministerien und Entscheidungsträgern aufgebaut.

Patrick Rapp, seit 2011 für den Wahlkreis Breisgau als direkt gewählter Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg tätig, bestätigte Schreiner eine vertrauensvolle Zusammenarbeit im Landtag und das freundschaftliche Miteinander. Die Zukunft sei mit zahlreichen Herausforderungen in der Politik gespickt. Die Corona-Pandemie werde uns noch monatelang begleiten. Ebenso beschäftigten die Umwelt und der Naturschutz.

Der Abend endete mit der Nationalhymne, allerdings den gegebenen Zeiten entsprechend mit der Aufforderung, nicht mitzusingen.

Desinfektionsmaterial an der Urne.
Desinfektionsmaterial an der Urne. | Bild: Heidi Rombach