Der Pfarrgemeinderat Stühlingen-Eggingen tagte in der Kirche Heilig Kreuz Stühlingen. Themen waren der Jahresabschluss 2019, das Abhalten von Präsens-Gottesdiensten in Zeiten der Pandemie, die Feiern von Erstkommunion und Firmung sowie die Auflösung der Kirchenchöre in Blumegg und Mauchen.

Eine Besprechung mit dem Leiter der katholischen Verrechnungsstelle, Winfried Ebner, und der Sachgebietsleiterin Rechnungswesen, Ingrid Schneider, war im Vorfeld der Pfarrgemeinderats-Sitzung erfolgt. Die neue Verwaltungsbeauftragte Ilse Beha aus Horheim stellte sich an diesem Abend persönlich vor.

Die neue Verwaltungsbeauftragte von der katholischen Verrechnungsstelle Stühlingen, Ilse Beha, stellte sich in der Sitzung des Pfarrgemeinderats der Seelsorgeeinheit Eggingen-Stühlingen vor.
Die neue Verwaltungsbeauftragte von der katholischen Verrechnungsstelle Stühlingen, Ilse Beha, stellte sich in der Sitzung des Pfarrgemeinderats der Seelsorgeeinheit Eggingen-Stühlingen vor. | Bild: Yvonne Würth

Rechnungsabschluss 2019

Anschließend stand die Genehmigung des Rechnungsergebnisses 2019 auf der Tagesordnung. Die Bilanz schloss mit einem Defizit in Höhe von 174.000 Euro ab. „Durch laufende Baumaßnahmen, die teilweise noch nicht abgeschlossen sind, sehr alte Baumaßnahmen, wo ich nicht wusste, dass wir die noch offen hatten“, führte der Leiter der Seelsorgeeinheit, Pfarrer Karl-Michael Klotz, als Gründe an. „Es hat mich erschreckt, wie viele Schulden noch bestehen, die vor meiner Zeit gemacht wurden“, so Klotz. Stiftungsrat Georg Hupfer bemängelte wie bereits im Vorjahr die späte Präsentation des Rechnungsergebnisses. Die Pfarrgemeinderäte erteilten dem Zahlenwerk ihre Zustimmung.

Erstkommunion und Firmung

Darüber, wie die Erstkommunion und die Firmung im zweiten Pandemie-Jahr stattfinden können, informierte Pfarrer Karl-Michael Klotz. Man will sich das Bonndorfer Konzept noch anschauen und gegebenenfalls übernehmen. „Nach den Sommerferien wissen wir mehr“, so der Seelsorger. Geplant ist, dass im Herbst zumindest ein Jahrgang gefirmt wird. Die Termine der Erstkommunion sind am 4. Juli (Wangen), 11. Juli (Bettmaringen und Mauchen), 25. Juli (Stühlingen) und am 1. August (Eggingen).

Gottesdienste

Nicht alle Gotteshäuser in den elf Orten der Seelsorgeeinheit Eggingen-Stühlingen sind groß genug für Gottesdienste unter Pandemie-Bedingungen. Neben Messen in den beiden Zentralkirchen in Eggingen und Stühlingen sowie St. Fridolin in Bettmaringen, soll das regelmäßige Angebot erweitert werden. Dafür wird derzeit ein Konzept entwickelt. „Die Stadtverwaltung hat bereits zugestanden, dass die Gemeindehäuser für Gottesdienste genutzt werden dürfen“, so Pfarrer Klotz. In Wangen, Grimmelshofen und Blumegg sollen einmal monatlich abwechselnd Gottesdienste sonntags um 17.30 Uhr stattfinden. Wortgottesdienste mit Isolde Büche sollen monatlich in Stühlingen wieder möglich sein, wie vor Corona-Zeiten.

Mangel bei Ordnerdiensten

„Das ist natürlich eine große Herausforderung für die Ordnungsdienste“, erläuterte Pfarrer Klotz. Da es in Eggingen trotz mehrerer Appelle um weitere Freiwillige für die Ordnungsdienste mangelt, musste dort das Gottesdienstangebot reduziert werden. Pfarrgemeinderätin Sandra Schanz informierte über den Stand in Schwaningen: „Es ist traurig, dass es an meinem Ehemann und Frau Zolg ganz alleine hängenbleibt.“ In Schwaningen werden bereits Ministranten zum Ordnungsdienst eingeteilt aus Mangel an Freiwilligen.

Ein Bild aus besseren Zeiten: Die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores St. Gallus Mauchen bei einem Auftritt 2019. Vor Kurzem wurde der Chor aufgelöst.
Ein Bild aus besseren Zeiten: Die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores St. Gallus Mauchen bei einem Auftritt 2019. Vor Kurzem wurde der Chor aufgelöst. | Bild: Yvonne Würth

Chor-Auflösungen

Der Kirchenchor Blumegg löste sich am 6. August 2020 auf, der Kirchenchor Mauchen am 15. Juli 2020. Etliche Sängerinnen und Sänger waren aus Altersgründen zurückgetreten, die übrigen schlossen sich den großen Nachbarchören in Eggingen und Grimmelshofen an, nachdem sie dort freundlich begrüßt worden waren. Pfarrer Klotz informierte darüber, dass nach einem Abschluss-Essen aus den Chor-Kassen noch Geld in Höhe von mehreren Hundert Euro übrig bleibe. „Das Geld könnte entweder an die bestehenden Chöre übergeben werden oder für Maßnahmen in den Kirchen der aufgelösten Chöre verwendet werden“, so Pfarrer Klotz. Pfarrgemeinderätin Gerlinde Blenk wollte wissen, was sich die Chöre vorstellen. So entschieden die Pfarrgemeinderäte, dem Wunsch der Chöre entsprechend, dass das Restgeld für Maßnahmen in den Kirchen vor Ort genutzt werden soll.