Kein Präsenzunterricht in den Schulen und auch Informationen können momentan nicht im Rahmen entsprechender Veranstaltungen weitergegeben werden. Ein Dilemma, mit dem sich aktuell die Berufsbildenden Schulen in Waldshut beschäftigen müssen. „Es ist wichtig, dass die Abschlussschüler darüber informiert werden, welche weiterbildenden Schularten es gibt und wie das Anmeldeverfahren läuft“, erklärt Isabella Schlipphack, die Leiterin der Kaufmännischen Schulen.

Online-Anmeldung seit 2019 möglich

Und das ist auch im Interesse der Gewerbeschule Waldshut mit ihrem Schulleiter Frank Decker und der Justus-Liebig-Schule mit ihrem Abteilungsleiter für Soziale Berufe, Andreas Ackermann. Denn es geht darum, dass die Termine für die Anmeldungen eingehalten werden. Bereits im Januar 2019 hat das Kultusministerium das Onlinebewerbungsverfahren Bewo gestartet.

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Mit diesem zentralen Bewerbungsverfahren haben die Schüler die Möglichkeit zu erfahren, wo noch Kapazitäten vorhanden sind und müssen sich deshalb nicht mehr an mehreren Schulen gleichzeitig anmelden. Für die Schulen sei das Verfahren hilfreich, weil es so einen besseren Überblick über die Schülerzahlen gebe.

Keine Online-Anmeldung für zweijährige Schularten

Nur: „Zu diesem Anmeldeverfahren tauchen viele Fragen auf“, macht Frank Decker deutlich. Und Bewo gelte auch nicht für alle Schularten. Unter anderem sind die zweijährigen Schularten von dem Onlinebewerbungsverfahren ausgeschlossen. Für diese Schularten müssen die Unterlagen noch direkt in den Schulen abgegeben und die Anmeldeformulare von der jeweiligen Homepage heruntergeladen werden.

Kontakte zu den Schulen

Bewerbungen über das Onlineverfahren sind ab Montag, 25. Januar, möglich, das Portal ist bis 8. März geöffnet. Danach seien nur noch Nachmeldungen möglich – allerdings mit Einschränkungen. „In dem Zeitraum bis 8. März können sich die Schüler ihrem Wunsch entsprechend anmelden“, erklärt Frank Decker. Nachrücker zu einem späteren Zeitpunkt müssen quasi mit den Plätzen vorliebnehmen, die noch frei sind. „Da können dann keine Wünsche mehr berücksichtigt werden“, sagt Decker weiter.

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Derzeit steige die Zahl der Nachmelder drastisch an, wie die Schulleiter mit Sorge registrieren. Denn so könnten die Schulen nur schlecht abschätzen, wie viel Neuzugänge es geben wird. Und gerade nach dem Corona-Jahr 2020 rechnen die Schulleiter mit vielen Wiederholern, die im kommenden Schuljahr wieder einen Platz benötigen werden. So könnten weniger Plätze als sonst zur Verfügung gestellt werden.

Beratung per Telefon

Doch nicht nur zum Anmeldeverfahren werden ohne die bisherigen Informationsabende in den Berufsbildenden Schulen viele Fragen von Schüler und Eltern auftauchen. Um die Fragen der Abschlussschüler für alle Schularten aufzufangen, bieten die Berufsbildenden Schulen bis 8. März eine telefonische Beratung an. Falls es danach noch Gesprächsbedarf geben sollte, sind auch Terminvereinbarungen möglich.

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