Sein kostbarster Rohstoff soll dem Südschwarzwald in den nächsten Jahren Arbeitsplätze und eine hohe Wertschöpfung bringen: das Holz des Waldes. Im „Zentrum Holzbau Schwarzwald“ (ZHS) wollen regionale Firmen und Politiker die Kompetenzen rund um das Thema Holzbau bündeln. Für den Kreis Waldshut gab der Kreistag dem Projekt sein einstimmiges Ja, das Land ist mit Fördergeld dabei.

Fachleute vom Forstbetrieb bis zum Architekten

Mit modernen Mitteln soll der traditionelle Baustoff Holz in den Blickpunkt gerückt werden. Akteure rund ums Holz möchten das Thema voranbringen: vom Forstbetrieb über Holzbaufirmen bis hin zu Architekten und Designern eine lange Wertschöpfungskette.

Standort soll der Wanderparkplatz Mösle in St. Blasien-Menzenschwand oder der Bereich Kursaal sein. Ins Boot sollen auch kleine und mittlere Holzverarbeiter, Sägewerker und die Forstwissenschaftler der Uni Freiburg. Es geht auch um den Wald der Zukunft und die Versorgung mit dem Rohstoff.

So läuft die Finanzierung

Die Finanzierung steht mit sieben Millionen Euro für die Errichtung des Zentrums und die Personalkosten bis 2027 im Plan. 60 Prozent Förderung aus EU- und Landesmitteln sind in Aussicht gestellt. Der Kreis stellt in den ersten fünf Jahren ab 2022 für das Transferzentrum jeweils 80.000 Euro zur Verfügung. Die Stadt St. Blasien bringt das Grundstück im Wert von 144.000 Euro und einen Zuschuss von 75.000 Euro ein. Regionale Betriebe werden als Sponsoren angesprochen. Als Partner sind Holzbau Bruno Kaiser, Gutex, Lignotrend und Baur-Möbel mit sechsstelligen Summen dabei.

Das könnte Sie auch interessieren

Das Zentrum Holzbau Schwarzwald geht laut Landrat Martin Kistler maßgeblich auf Aktivitäten des Amtes für Wirtschaftsförderung zurück, mit den großen Holzverarbeitern. Das ZHS soll mit Tagungsräumen, Büros, einer Experimentierwerkstatt, Ausstellungsräumen und Gastronomie eine Denkfabrik des modernen Holzbaus und Innenausbaus sein, so die Beschlussempfehlung für die Kreisräte.

Der Landrat sieht die Chance, einen „weit über die Kreisgrenzen ausstrahlen, den Leuchtturm zu verwirklichen“, der den Kreis national und international als Kompetenzzentrum für den Holzbau etabliere. An den Plänen für den Neubau tüftelt eine studentische Arbeitsgruppe der Uni Stuttgart. Die Gründung einer gemeinnützigen Gesellschaft steht im Frühjahr 2022 an.

Das könnte Sie auch interessieren
Das könnte Sie auch interessieren