Eine Leiche im Innenraum eines Fahrzeugs haben Polizeitaucher am vergangenen Mittwoch, 24. März, aus dem Rhein bei Obersäckingen geborgen. Dies bestätigte nun Polizeisprecher Matthias Albicker auf Anfrage unserer Zeitung. „Die kriminaltechnischen Ermittlungen laufen noch“, so Albicker, ohne nähere Angaben über Geschlecht, Alter oder Todesursache der aufgefundenen Person zu sagen. Auch zum aufgefundenen Fahrzeug wollte der Polizeisprecher nichts sagen. Gerüchte, dass sich das Auto bereits einen längeren Zeitraum im Rhein befunden haben soll, wollte er ebenfalls nicht bestätigen. „Die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet“, so Albicker, nähere Erkenntnisse könnten in den kommenden Tagen erfolgen. So lange blieben alle Details des Falls unter Verschluss. Somit muss auch offen bleiben, ob es dem Fall möglicherweise ein Verbrechen oder ein Unfall zugrunde liegt.

Der Leichenfund geht auf einen Zufall zurück, wie Bad Säckingens Feuerwehr-Stadtkommandant Tobias Förster im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigt: Am Samstag vor zwei Wochen hatte sich eine kleine Abordnung der Bad Säckinger Feuerwehr ein modernes Sonar-Gerät vom Vertreter einer Spezialfirma vorführen lassen. „Es handelt sich dabei um ein Gerät, das die Vermisstensuche im Rhein künftig vereinfachen soll, indem wir einfach auch unter Wasser nachschauen können“, so Förster.

Dazu wurde das Feuerwehrboot für eine kleine Rundfahrt am Feuerwehrgerätehaus Obersäckingen ins Wasser gelassen: „Wir waren vollkommen überrascht, als uns in der Nähe des Kraftwerks die Umrisse eines Fahrzeugs angezeigt wurden“, so Förster weiter. Der Fall sei umgehend an die Polizei gemeldet worden. Die Wasserschutzpolizei habe daraufhin die Ermittlungen aufgenommen.

Diese schickte am vergangenen Mittwoch Polizeitaucher in den Rhein, die das Fahrzeug – wiederum mit Unterstützung der Feuerwehr – bargen. Dabei wurde auch der Leichnam entdeckt und an die Rechtsmedizin zur kriminaltechnischen Untersuchung übergeben.