Zwei Fälle, zeitlich wie räumlich so nah beieinander, dass ein Zufall laut Polizei äußert unwahrscheinlich wäre. Unbekannte nahmen am vergangenen Wochenende Gelautomaten ins Visier und versuchten sie aufzuhebeln. Der dabei entstandene Schaden sei noch nicht zu beziffern.

Bad Säckingen und Lörrach betroffen

In der Nacht zum Montag, 20 Juni, um 1.30 Uhr, versuchten Unbekannte zunächst, einen freistehenden Geldautomaten in der Bad Säckinger Bergseestraße aufzuhebeln. Die Alarmanlage löste aus, der Aufbruchsversuch missglückte. Am Automaten waren laut Polizei Hebelspuren vorhanden, er hielt jedoch stand.

Nur wenig später, um 2.45 Uhr, wurde ein freistehender Geldautomat der selben Firma in der Bärenfelser Straße in Lörrach angegangen. Auch hier löste die Alarmanlage des Automaten auf, als Unbekannte versuchten, ihn aufzuhebeln. Der versuch blieb ebenfalls erfolglos, die Täter konnten allerdings trotz sofortiger Fahndung nicht gefasst werden.

Laut Polizeisprecher Thomas Batzel gehe man auf Grund der Gesamtumstände von den gleichen Tätern aus. „Der Zufall wäre groß“, sagt Batzel, wenn die Taten in so kurzer Entfernung und nur etwas mehr als eine Stunde auseinander, von verschiedenen Personen begangen worden wären. Die Vorgehensweise sei identisch, auch die Hebelspuren seien an beiden Automaten die gleichen.

Nicht die ersten Versuche

Ebenfalls auffällig ist, dass nicht zum ersten Mal versucht wurde, die beiden Geldautomaten aufzuhebeln. Im März dieses Jahres war der Automat in Bad Säckingen bereits zum Ziel von Unbekannten geworden, die ihn öffnen wollten, auch damals ohne Erfolg.

Ebenso wurde der Automat in Lörrach bereits vor diesem Wochenende schon einmal angegangen. Im November 2021 wurde hier nachts um 1.14 Uhr bereits erfolglos versucht, den Automaten aufzuhebeln. Ob zwischen diesen und den aktuellen Vorfällen Zusammenhänge bestehen, sei allerdings fraglich.

Verbindungen zur Serie von Sprengungen in der Schweiz?

Eines scheint für die Polizei jedoch bereits sicher: Mit der Serie von gesprengten Geldautomaten entlang der Schweizer Grenze, die sich vergangenes Jahr ereignete, haben die aktuellen Fälle wohl nichts zu tun. Es würde sich um eine gänzlich andere Vorgehensweise handeln.

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