Während viele Unternehmen und Länder die Klimaneutralität in der Zukunft zur erreichen versuchen, ist die Energiedienst-Gruppe schon heute klimaneutral. Dies erklärte Alexander Lennemann von der Kommunikationsabteilung des Energieversorgers bei der Begrüßung der beiden Grünen-Politiker Jan-Lukas Schmitt (Bundestagskandidat im Wahlkreis Waldshut) und Gerhard Zickenheiner (Bundestagsabgeordneter und Kandidat im Wahlkreis Lörrach).

Bei der Führung durch das über 100 Jahre bestehende Wasserkraftwerk, ging es darum, wie es möglich ist, Ökonomie und Ökologie unter einen Hut zu bringen. In Laufenburg geschieht dies mit modernster Technik, aber auch mit Technik, die bereits seit der Inbetriebnahme des Kraftwerks 1914 im Einsatz ist. Die Anlage wird betrieben von Energiedienst, einer Unternehmensgruppe mit 1072 Mitarbeitern. Energiedienst verkaufte in der Schweiz und in Deutschland zuletzt 8.960 Millionen Kilowattstunden Strom.,

Die von Sabine Trapp-Brüstle geleitete Führung durch alle Teile des Kraftwerks beeindruckte die beiden Politiker. Neben der ausgeklügelten Technik, den Pegelstand vor dem Kraftwerk immer auf gleicher Höhe zu halten, egal ob viel Wasser vermehrt durch Regen oder verringert bei Trockenheit anfällt, waren Schmitt und Zickenheiner besonders angetan von der Wartung der über 100 Jahre alten Technik in der eigenen Werkstatt. Zwölf 12 Fachkräften der Elektrik und der Mechanik betreuen wie beispielsweise die Zahnräder.

Wie Zickenheiner am Schluss erklärte, sei Energiedienst ein gutes Bespiel dafür, dass Klimaneutralität für Industrieunternehmen erreichbar sei, wenn die vorhandene Energie zum Beispiel durch Wärmrückgewinnung und gute Isolation voll genutzt werde. Dies sei dringend notwendig, wenn sich solche Ereignisse, wie sie in den letzten Wochen in den Hochwassergebieten eingetreten sind und über 14 bis 15 Milliarden Euro Schäden verursacht haben, nicht zur Regel werden sollen. Selbst Kleinkraftwerke, wie sie Energiedienst beispielsweise im Wiesental betreibe, können dazu beitragen, sinnvoll Energie zu nutzen und unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu werden.

Zickenheiner fragte, weshalb das anfallende Treibholzes zum großen Teil entsorgt und nur zum kleineren Teil gehächselt werde. Wie Jochen Ulrich von Energiedienst antwortete, habe man darüber auch schon nachgedacht. Allerdings falle in zehn von zwölf Monaten kaum Holz an, sodass ein einigermaßen wirtschaftlicher Betrieb einer Hächselanlage nicht möglich sei.