Die Sparkasse Hochrhein ist gut durch das Corona-Jahr 2020 gekommen. Bei der Präsentation der Geschäftszahlen für das vergangene Jahr sagte Vorstandsvorsitzender Heinz Rombach: „Wir haben ein starkes Geschäftsergebnis erzielt.“

Digitalisierung nimmt Fahrt auf

Basis für diese Aussage ist ein Wachstum sowohl bei den Kundeneinlagen als auch bei den Kundenkrediten. Die Bilanzsumme stieg um 4,7 Prozent auf mehr als 3,48 Milliarden Euro. Das vergangene Jahr sorgte neben guten Zahlen auch für eine Beschleunigung der Digitalisierung. So nutzten die Kunden verstärkt die Möglichkeiten des Online-Bankings sowie des bargeld- und kontaktlosen Bezahlens.

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Gleichwohl gelte es auch weiterhin, so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Wolf Morlock, die Balance zwischen digitalen Angeboten und persönlicher Beratung zu halten, um erfolgreich zu bleiben. Nach eigener Aussage hat die Sparkasse Hochrhein im Jahr 2020 ihren Marktanteil in der Region in Höhe von etwa 50 Prozent noch ein wenig ausgebaut. So konnte beispielsweise die Zahl der geführten Girokonten um 710 auf 93.000 gesteigert werden. Knapp 65 Prozent der Konten seien inzwischen für das Online-Banking freigeschaltet. Wolf Morlock: „Wir wachsen und das macht uns Mut für die Zukunft.“

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Ein überdurchschnittliches Wachstum vermeldet die Sparkasse im Wertpapiergeschäft. Viele Kunden, darunter auch etliche Einsteiger, hätten das vergangene Jahr genutzt, um ihr Anlageportfolio breiter aufzustellen und von den Kursgewinnen ab dem Frühjahr zu profitieren.

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So habe sich der Nettoabsatz an Wertpapieren gegen über „dem schon starken Vorjahr“ mehr als verdoppelt, von 12,1 auf 31,4 Millionen Euro. Der Nettoabsatz beschreibt den Saldo aus Käufen abzüglich Verkäufen. Der gesamte Wertpapierumsatz legte um 32,8 Prozent zu. Die Zahl der Fondssparpläne erhöhte sich um 15,1 Prozent.

Zahlen, Daten und Fakten zur Sparkasse Hochrhein

Die Provisionen aus dem Wertpapiergeschäft sind neben dem Zinsüberschuss eine der wichtigsten Einnahmequellen einer Regionalbank. Der Provisionsüberschuss stieg von 19,7 Millionen Euro (2019) auf 21,1 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Der in den vergangenen Jahren zu verzeichnende Rückgang beim Zinsüberschuss konnte gestoppt werden und stieg um 1,9 Prozent auf 47 Millionen Euro.

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Da zudem der Verwaltungsaufwand leicht verringert wurde, steht am Ende ein dickes Plus in den Büchern. Nach Abzug aller Kosten, Bewertungsmaßnahmen sowie Steuern in Höhe von rund acht Millionen Euro bleibt ein Bilanzgewinn von fünf Millionen Euro. Die Summe, so Heinz Rombach, fließe ins Eigenkapital der Sparkasse.

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Das „außergewöhnliche Jahr“, so Heinz Rombach, habe dafür gesorgt, „dass wir uns vermutlich mehr denn je auf unseren Unternehmenszweck und den öffentlich Auftrag fokussiert haben, die Menschen der Region mit Finanzdienstleistungen zu versorgen“. Der Beratungsbedarf von Unternehmen und Privatkunden sei enorm gewesen. Dass man dieses Bedürfnis habe befriedigen können, sei zu vorderst ein Verdienst der Mitarbeiter der Sparkasse Hochrhein, so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Wolf Morlock.

Wie geht es 2021 weiter?

Auch wenn die Corona-Pandemie dafür sorgen werde, dass auch das Jahr 2021 herausfordernd werde, „blicken wir zuversichtlich nach vorne“, sagt Heinz Rombach. Ein wichtiges Pfund für diesen Optimismus sieht der Vorstandsvorsitzende in seinen Mitarbeitern. Und Wolf Morlock verweist auf die weiterentwickelten digitalen Möglichkeiten in der Beratung. Das Netz von 16 Mitarbeiter-Geschäftsstellen sowie zwölf Selbstbedienungs-Geschäftsstellen bleibe 2021 bestehen.