Seit 21. November darf sich der Landkreis Waldshut Fairtrade-Landkreis nennen. Er macht damit deutlich, dass er hinter dem fairen Handel steht und soziale Verantwortung übernimmt.

In einer Feier im Landratsamt nahm Landrat Martin Kistler aus den Händen von Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz die Auszeichnungs-Urkunde entgegen. Dies im Beisein von gut 50 Gästen, darunter Bürgermeister, Kreisräte, Vertreter der Fairtrade-Partner des Landkreises und die Steuerungsgruppe, die die Aktivitäten auf dem Weg zur Auszeichnung koordiniert hat.

Was bedeutet das Siegel für den Landkreis?

Das Siegel Fairtrade-Landkreis bescheinigt dem Landkreis Waldshut, dass er mit Partnern nachweislich in einem bestimmen Umfang faire Produkte anbietet und ausschenkt und gezielt im Sinne des fairen Handels Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit betreibt.

Fairtrade-Auszeichnung für den Landkreis Waldshut: Nach Übergabe der Urkunde im Landratsamt Waldshut die Steuerungsgruppe mit Willi ...
Fairtrade-Auszeichnung für den Landkreis Waldshut: Nach Übergabe der Urkunde im Landratsamt Waldshut die Steuerungsgruppe mit Willi Moosmann (von links, Gründer Weltlädeli Murg), Kerstin Bolz (Geschäftsstelle Fairtrade Landratsamt Waldshut), Daniel Liske (Hochrhein Gymnasium Waldshut), Christian Behringer (Bürgermeister von Grafenhausen), Sabine Finkbohner (Weltladen Tiengen), Landrat Martin Kistler (Vorsitzender Steuerungsgruppe), Manfred Holz (Ehrenbotschafter Fairtrade Deutschland), Markus Uhlenbrock-Ehnes (Eulenhof Dogern) und vom Landratsamt Alla Wohlgemut, Caren-Denise Sigg und Kathrin Riepe. | Bild: Ursula Freudig

Die Partner des Landkreises sind 28 Einzelhandelsgeschäfte, 14 Gastronomie-Betriebe, ein Verein, eine Schule und eine Glaubensgemeinschaft. „In allen Bereichen haben wir die geforderte Anzahl von Partnern deutlich übertroffen“, sagte Landrat Martin Kistler in seiner Rede.

Er machte deutlich, dass die „faire Reise“ des Landkreises weiter geht: „Die Auszeichnung ist ein Zwischenstopp, wir wollen weitere Meilensteine erreichen.“

Infos rund um das Thema Fairtrade

Willi Moosmann, Gründer des Weltlädeli in Murg vor bereits 36 Jahren und tatkräftiger Streiter für den fairen Handel, hob in seiner Ansprache hervor, dass es auf jeden Einzelnen ankäme, jeder Verantwortung für Veränderungen zum Guten tragen würde. „Wir können fairen Handel nicht verordnen, er geschieht freiwillig aus Überzeugung“, sagte er.

Immer noch viel zu tun

Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz würdigte das Engagement des Landkreises für den fairen Handel und forderte dazu auf, die Auszeichnung als Aufforderung für weitere Aktivitäten zu sehen. Er machte deutlich, dass noch viel zu tun ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Rund 90 Prozent der Menschen würden das Fairtrade-Siegel kennen und für vertrauenswürdig halten, aber selbst das stärkste faire Produkt, die Kaffeebohne, hätte nur etwa fünf Prozent Marktanteil.

Die Auszeichnung zum Fairtrade-Landkreis gilt zunächst für zwei Jahre, kann aber bei der weiteren Erfüllung der Voraussetzungen, verlängert werden. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von einem Bläser-Ensemble der Musikschule Südschwarzwald. Nach dem offiziellen Teil traf man sich noch zum angeregten Austausch bei einem Stehempfang.