Die Straßenmeisterei Segeten wird ab Mitte 2023 die einzige Einrichtung für die Unterhaltung der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im westlichen Teil des Landkreises Waldshut sein. Wie der Landkreis am Montag erklärte, wird bis zu deisem Zeitpunkt der zu Segeten gehörende Stützpunkt Bad Säckingen aufgelöst und in die Straßenmeisterei integriert. Diese soll modernisiert und erweitert werden.

Der Landkreis hat in der Verwaltungsreform 2005 vom Land die Zuständigkeit für den Unterhalt aller überörtlichen Straßenverbindungen übernommen. Damals gingen das Personal und das Material der Straßenmeisterei Segeten und des Stützpunkts Bad Säckingen ebenfalls zum Kreis über, die Gebäude und die Werkhöfe blieben im Eigentum des Landes und waren vom Landkreis bisher angemietet.

Nun hat laut Landkreis der Kreistag beschlossen, vom Land den Werkhof in Segeten zu erwerben. Außerdem soll von privater Hand ein zur Vergrößerung der Straßenmeisterei notwendiges Areal gekauft werden. Bis Mitte 2023 soll die Straßenmeisterei Segeten modernisiert und erweitert werden, um von hier aus Straßenerhaltungsarbeiten und Winterdienst für die überörtlichen Straßen im gesamten Kreisgebiet westlich der Alb gewährleisten zu können. Das umfasst auch die Straßen entlang der Rheinschiene in Laufenburg, Murg, Bad Säckingen und Wehr, die bisher vom Stützpunkt Bad Säckingen betreut wurden.

Hintergrund der Umstrukturierung ist die Auflösung des Stützpunkts Bad Säckingen, auf dessen bisherigen Areal das Polizeirevier Bad Säckingen und die Außenstelle des Regierungspräsidiums von der Innenstadt in einen Neubau umziehen werden. Es seien verschiedene Varianten geprüft worden, wie Verkehrssicherungspflicht, Unterhalt und Winterdienst im südlichen Teil des Straßenmeistereibezirks langfristig gewährleisten werden könne, erklärte der Landkreis. Die Integration des Stützpunktes Bad Säckingen in die Straßenmeisterei Segeten sei für die Aufgaben am geeignetsten. Der Landkreis will nun in detailliertere Planungen einsteigen. Zum Kaufpreis und zu den Investitionskosten machte er keine Angaben.

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Landrat Martin Kistler begrüßt laut Mitteilung des Landkreises die gefundene Lösung: „Am Standort Segeten sind logistisch, personell und von einer wirtschaftlichen Betriebsführung her gesehen alle notwendigen Voraussetzungen für optimale Betriebsabläufe gegeben.“ Mit dem Kauf der Straßenmeisterei und des Erweiterungsgrundstücks sei auch im südwestlichen Kreisgebiet die Verkehrssicherung und Betreuung der Straßen sichergestellt. Kistler dankte dem Land und dem Privaten Eigentümer des Erweiterungsgrundstücks für konstruktive Verkaufsverhandlungen.

Auch die Gemeinde Görwihl als Standortgemeinde unterstützt das Vorhaben des Landkreises. „Ich freue mich, dass der Landkreis auf den Standort Segeten setzt und mit dem Kauf der Immobilie nun plant, diesen zu modernisieren und auszubauen“, zitiert der Landkreis in seiner Pressemitteilung Bürgermeister Carsten Quednow.