Das Herrischrieder Ehepaar will die Rückabwicklung des Kaufes – Auto zurück, Kaufpreis erstatten. Das Paar lässt sich juristisch vertreten durch den Waldshuter Rechtsanwalt Felix Fehrenbach.

Die ganze Geschichte der Auseinandersetzung des Ehepaares mit VW lesen Sie hier:

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Forderung nach Rückabwicklung des Kaufes: Laut Anwalt Fehrenbach wurde der Skoda Yeti vor sieben Jahren für 21.990 Euro erworben. Seine Mandantin habe beim Kauf einen Finanzierungsvertrag mit der Skoda Bank mit einem Bruttokreditbetrag von Euro 24.968 abgeschlossen. Das Geld wird zurückgefordert. Dabei müsse sich die Mandantin laut Anwalt Felix Fehrenbach eine gewisse Kilometerleistung als sogenannten Vorteilsausgleich anrechnen lassen. Dieser werde dann abgezogen. So war es auch beim jüngsten BGH-Urteil vor drei Wochen. Kläger Herbert Gilbert kann seinen 2014 erworbenen VW-Sharan zurückgeben. Vom Kaufpreis von 31.500 Euro bekommt er abzüglich der Fahrleistung noch 25.600 Euro plus Zinsen seit Kauf.

Die nächsten Schritte: Anwalt Felix Fehrenbach hat die Volkswagen AG zunächst mit Frist aufgefordert, den PKW zurückzunehmen und den Kaufpreis zurückzuzahlen abzüglich der Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer. Die von Fehrenbach gesetzte Frist läuft noch diesen Monat ab. Falls VW nicht reagiert, will Fehrenbach Klage erheben.

Musterfeststellungsklage: Das Ehepaar Klomiki hat zwar zunächst an der Musterfestellungsklage teilgenommen, den ausgehandelten Vergleich aber nicht akzeptiert. Stattdessen haben sie sich für Individualklage entscheiden. Denn das Angebot des VW-Konzerns war ihnen zu gering, außerdem wollten sie den Wagen nicht mehr behalten. In dem Vergleich hätten sie von VW einmalig 3600 Euro bekommen, berichtete Bodo Klomki dem SÜDKURIER. Damit wären außerdem alle weiteren Ansprüche an den Autokonzern abgegolten gewesen. Eine weitere Verrußung oder Versottung der Ventile hätte die Autobesitzerin künftig also selber reparieren lassen und bezahlen müssen, fügt der Anwalt hinzu. Zur Teilnahme am Vergleich der Musterfeststellungsklage haben sich VW-Fahrer bis zum 20. April dieses Jahres entscheiden müssen. Dieser Zug ist abgefahren. Was bleibt, ist die Individualklage. Hier kommt es aber im Einzelfall auf Verjährungsfristen an.

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