Der Kanton Basel-Stadt startet in die Herbstferien. Grund genug, eine Zwischenbilanz zu ziehen: Wie liefen die ersten sechs Schulwochen mit dem Coronavirus bei unseren Nachbarn in der Schweiz?

17 Infektionen an Schulen

Während eines Mediengesprächs äußerten sich Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger und Kantonsarzt Thomas Steffen zur Lage im Kanton Basel-Stadt und gingen unter anderem auf die Infektionszahlen in den Schulen im Kanton ein. Und die fielen erfreulich niedrig aus, denn es habe nur 17 Personen mit bestätigter Sars-CoV-2 Infektion unter den rund 30.000 Schülerinnen und Schülern, Lehr- und Betreuungskräften im Kanton gegeben. Damit steht fest: Schulen gehören bisher nicht zu den Ansteckungsquellen und die Schutzkonzepten an Schulen und Kindergärten haben gut funktioniert.

68 Quarantänefälle (sieben Erwachsene, 61 Kinder/Jugendliche) habe es aufgrund eines engen Kontaktes zu einer an Covid-19 erkrankten Person gegeben, wobei der Kontakt meist im familiären Umfeld stattgefunden habe. Die Ansteckungsquellen seien alle außerhalb der Schulen gelegen. Eine komplette Klassenquarantäne oder gar zeitweise Schließung einer ist in diesem Zeitraum seit Ende der Sommerferien ebenfalls nicht nötig gewesen.

Wie sieht es außerhalb der Schulen aus?

Kantonsarzt Steffen führte aus: „Aus unserem Contact Tracing sehen wir, dass die Ansteckungsorte nach wie vor breit gestreut sind und überall auftreten können. Das Virus ist also immer noch da. Im Moment erkranken im Kanton Basel-Stadt vor allem 21- bis 30-jährige Personen.“

Ein wichtiger Bestandteil im Kampf gegen die Pandemie seien weiterhin die Schutzkonzepte in diversen Alltagssituationen. Teams verschiedener Departements haben bisher im Kanton Basel-Stadt 1.873 Stichprobenkontrollen von Schutzkonzepten durchgeführt, wie während der Konferenz erläutert wurde: 181 auf Baustellen, 1.692 in diversen Betrieben wie Coiffeur-Geschäften, Lebensmittelläden, Gastronomiebetrieben, Blumenläden oder Museen.

15 Betriebe vorübergehend geschlossen

Die Mängel, welche die Kontrolleure antrafen, „waren nach wie vor kleinerer Art.“ Sie seien protokolliert und im Rahmen einer Nachkontrolle nochmals überprüft worden. Bis zum 16. September 2020 gab es in Basel-Stadt 15 vorübergehende Betriebsschließungen, aufgrund von Verstößen. Die betroffenen Betriebe seien jedoch nach Nachbesserungen der Schutzkonzepte inzwischen wieder geöffnet.

Engelberger und Steffen zeigten sich davon überzeugt, dass die zusätzlichen ergriffenen Maßnahmen im Kanton Basel-Stadt, zu denen unter anderem auch die Maskenpflicht beim Einkaufen gehört, ihre Wirkung gezeigt hätten und das Ansteigen der Infektionszahlen im August und September abgebremst haben. Gesundheitsdirektor Engelberger: „Wir möchten mit tiefen Fallzahlen in die kühlere Jahreszeit starten, vor der wir Respekt haben. Bisher klappt das, und ich danke der Bevölkerung für ihre Mitwirkung.“

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