Das kantonale Impfzentrum in der Messe Basel hat am Montag, 28. Dezember seinen Betrieb aufgenommen, wie das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt in einer Medienmitteilung bekannt gab. Damit beginnt die Impfaktion mit dem neu zugelassenen Pfizer/Biontech-Impfstoff in Basel-Stadt. Doch die Nachfrage ist riesig: Die ersten 4.900 Impftermine bis in die ersten beiden Januar-Wochen sind bereits ausgebucht. Dürfen sich hier auch Deutsche impfen lassen? Wir haben nachgefragt.

Was sind die Kriterien für eine Impfung?

An den ersten drei Tagen, 28., 29. und 30. Dezember 2020, wurden im kantonalen Impfzentrum 1.900 Personen mit Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt geimpft. Als Kritierien galten dabei: Personen über 65 Jahre und jene mit Risikovorerkrankungen. Diese Termine seien sehr schnell ausgebucht gewesen. Im Januar werden zudem Zeitfenster bis zum 13. Januar geöffnet. Für diese Zeitfenster gelten die Impfempfehlungen des Bundes, das heißt impfberechtigt sind Personen ab 75 Jahren und Personen mit Risikovorerkrankunge. In diesen ersten beiden Januar-Wochen werden weitere 3.000 Personen mit Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt geimpft. Auch diese Termine sind bereits ausgebucht. Die Bewohner in Pflegeheimen werden im Januar mit mobilen Einheiten bedient, sobald die Koordination mit den Pflegeheimen stattgefunden hat, informiert das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt.

Dürfen sich deutsche Staatsbürger impfen lassen, die einen Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt haben?

„Ja, Personen mit Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt können sich impfen lassen“, informiert Valentin Kressler, Sprecher des Gesundheitsdepartements Basel Stadt, auf Anfrage des SÜDKURIER.

Und welche Regel gilt für alle anderen Deutschen?

Diese dürfen sich im kantonalen Impfzentrum in Basel nicht impfen lassen. Denn hier dürfen sich laut Valentin Kressler nur Personen mit Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt impfen lassen.

Wie groß ist das Interesse der Bevölkerung?

Der baselstädtische Gesundheitsdirektor freute sich darüber, dass die ersten Zeitfenster bis Mitte Januar für die Impfungen sehr schnell ausgebucht waren: „Ich danke der Basler Bevölkerung für das große Interesse und die Bereitschaft, sich impfen zu lassen. Ich möchte gleichzeitig aber auch um Verständnis bitten, dass es zu Wartezeiten kommt. Die Nachfrage nach Impfterminen übersteigt im Moment das Angebot um ein Vielfaches.“ Das Impfzentrum wird von der Firma Meconex betrieben. Dadurch fehle es in den Spitälern, Arztpraxen und Apotheken nicht an medizinischem Fachpersonal.

Wie läuft die Impfung ab?

Daniel Uebersax von der Firma Meconex führte aus, dass Personen, die sich impfen lassen wollen, vorgängig eine Einverständniserklärung ausfüllen müssen und am Impftermin ihre Krankenkassenkarte sowie einen amtlichen Ausweis zur Identifikation benötigen. „Ohne diese Unterlagen ist eine Impfung nicht möglich. Sinnvoll ist auch, falls vorhanden, den Impfausweis mitzubringen.“ Die Impfungen gegen das Coronavirus sind freiwillig und gratis. Vor den Impfungen im Impfzentrum Basel-Stadt erfolgt ein Aufklärungsgespräch. Nach der Impfung und dem Eintrag im Impfausweis ist ein kurzes Ausruhen vorgesehen. Nebst dem medizinischen Fachpersonal, das die Impfung verabreicht, steht im Impfzentrum auch ein Arzt oder eine Ärztin als Ansprechperson zur Verfügung. Daniel Uebersax: „Wir sind sowohl darum bemüht, die Impfaktion möglichst speditiv durchzuführen, als auch auf die individuellen Fragen und Anliegen der Personen einzugehen, die sich im Impfzentrum impfen lassen.“

Wo kann man sich anmelden?

Auf der Website www.coronaimpfzentrumbasel.ch wird laufend informiert, wann neue Impftermine zur Verfügung stehen. Zudem gibt es eine Infohotline: 0800 555 655 oder 061 202 00 98.