Ohne Gegenkandidatur und mit 87,1 Prozent der gültigen Stimmen wurde Schwarzelühr-Sutter von den Landesdelegierten in Göppingen neben der Spitzenkandidatin Saskia Esken (1) und Nils Schmid (2) mit einem klaren Vertrauensvotum für den beginnenden Bundestagswahlkampf ausgestattet. In ihrem Redebeitrag hatte die Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin zuvor den neuen Koalitionsvertrag für Baden-Württemberg zwischen Grünen und CDU als „Wolkenkuckucksheim“ kritisiert. Klimaziele ins Unendliche zu überhöhen, sei einfach. Bei der Antwort auf die Frage, wie sie zu erreichen seien, hätten sich die Grünen vornehm zurückgehalten. „Nach zehn Jahren grüner Regierung ist deren Klimabilanz eine Katastrophe.“

Grünen-Schelte

Ein CO2-Preis von 180 Euro sei einfach zu fordern und theoretisch vielleicht auch machbar, aber Klimaschutz dürfe eben nicht nur etwas für reiche Menschen sein. „Klimaschutz müssen sich alle leisten können“, sagte Rita Schwarzelühr-Sutter: „Und dann müssen wir unseren Leuten, die jeden Euro einmal zweimal dreimal umdrehen, auch sagen, wie sie dies bezahlen.“

Erderwärmung stoppen

Ihre Parteifreunde, Vize-Kanzler Olaf Scholz und Bundesumweltministerin Svenja Schulze, hätten nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts innerhalb von wenigen Tagen vorgelegt, was zu tun sei, so die Abgeordnete aus Lauchringen. „Wir müssen die Erderwärmung stoppen. Ich möchte meinen Kindern und Enkel sagen können, dass wir die Gefahren des Klimawandels nicht nur gesehen, sondern auch rechtzeitig und erfolgreich gehandelt haben.“

Kleine Einkommen im Blick

Und gerade mit einem Innovationspotential wie dem von Baden-Württemberg könne das eigentlich auch gelingen. „Aber wir dürfen die Menschen, die ein Durchschnittseinkommen haben und hohe Mieten bezahlen müssen, bei dieser Frage nicht alleine lassen. Teilhabe muss auch bei einem verschärften und ambitionierten Klimaschutz möglich bleiben“, sagt Rita Schwarzelühr-Sutter.