Für Felix Schreiner steht außer Frage: „Es braucht eine geordnete Zuteilung durch die Landesregierung. Dabei müssen auch Flächenfaktoren eine Rolle spielen. Eine Verteilung nach der Bettenzahl wäre für die ländlichen Landkreise nicht akzeptabel“,
so der CDU-Bundestagsabgeordnete aus Lauchringen.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter drängt auf eine Zuteilung von Beatmungsgeräten durch den Bund. „Unsere Kliniken benötigen jetzt dringend medizinische Geräte, bevor der Höhepunkt der Infiziertenzahlen erreicht ist. Wir können nicht auf Stuttgart und Manne Lucha warten. Die Ressourcen müssen bundesweit zentral verteilt werden. Dies fordern im Übrigen auch die Intensivmediziner in Deutschland„, sagt die Politikerin aus Lauchringen auf Nachfrage.

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Die Bundesregierung habe allein bei dem Lübecker Unternehmen Drägerwerk mehr als 10.000 Beatmungsgeräte bestellt, von denen die ersten bereits ausgeliefert würden, schreibt Felix Schreiner in einer Mitteilung. Die Zuteilung dieser Geräte soll nach Auskunft des Bundesgesundheitsministeriums über die Landesregierungen erfolgen.

Felix Schreiner
Felix Schreiner | Bild: Torsten Boll

Die Landkreise Waldshut und Breisgau-Hochschwarzwald stünden aufgrund ihrer Topografie und der Siedlungsstruktur vor besonderen Herausforderungen, so der CDU-Abgeordnete weiter. Die Beatmungskapazitäten beschränkten sich auf einige wenige Standorte.

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„Der Hochrhein muss bei der Zuteilung der Beatmungskapazitäten Priorität haben“, findet seine Kollegin Rita Schwarzelühr-Sutter. „Gerade unsere Grenzregion in der Nähe zu Frankreich und der Schweiz, die beide stark von der Corona-Pandemie betroffen sind, braucht Planungssicherheit“, fügt sie hinzu.

Rita Schwarzelühr-Sutter
Rita Schwarzelühr-Sutter | Bild: Xander Heinl

50.000 Euro Zuschuss für jeden Beatmungsplatz

Der Deutsche Bundestag habe vergangene Woche beschlossen, jeden neu geschaffenen Beatmungsplatz mit 50.000 Euro zu bezuschussen. Das Geld nütze nichts, wenn die Kliniken nicht an die Geräte kämen, schreibt Felix Schreiner in einem Brief an Landessozialminister Manfred Lucha.

Der Bundestagsabgeordnete fordert deshalb eine klare Aussage, wie die zur Verfügung stehenden Geräte, aber auch Schutzmasken und Desinfektionsmittel an die Landkreise verteilt werden.

„Es kann nicht sein, dass unser Klinikpersonal auch noch den halben Tag telefonieren muss, um an die notwendigen Informationen zu kommen“, so Felix Schreiner in aller Deutlichkeit.

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