Bahnpendler am Hochrhein müssen am heutigen Montag auf andere Verkehrsmittel ausweichen. Nach den aktuellsten Angaben der Bahn werden heute sämtliche Verbindungen zwischen Basel und Waldshut und der Gegenrichtung wegen des von der Lokführergewerkschaft GDL angekündigten Warnstreiks ausfallen. Davon betroffen sind diesmal neben den IR, und IRE-Zügen auch alle Verbindungen mit der Regionalbahn. Beim ersten Warnstreik vor zwei Wochen fuhren morgens zumindest noch vereinzelt Regionalbahnen.

Busse fahren nach noralem Fahrplan

Die Situation in den Bussen ist laut Klaus Albiez, Produktionsleiter der Südbaden-Bus-Gesellschaft (SBG), am Montagvormittag im „grünen Bereich“. Die Busse fahren demnach das normale Fahrplanprogramm, es sind keine Zusatzfahrten gebucht.

„Die Busse sind zwar voller als sonst, aber es gibt keine Überfüllungen. Beim letzten Streik mussten zwei Busse sogar Fahrgäste zurücklassen, weil die Busse so überfüllt waren. Das kam bisher heute nicht vor“, sagt er. Er führt die entspanntere Situation darauf zurück, dass mehr Reisende im Vorfeld ihre Reise verschoben hätten oder anderweitig zur Arbeit fahren.

Hochrheinstrecke: Ab 7.30 Uhr ging gar nichts mehr

Die letzte Regionalbahn (RB), die vom Bahnhof in Laufenburg-Ost Richtung Basel startete, fuhr etwas verspätet um 7.07 Uhr. Danach fielen alle Züge Richtung Basel (7.33 Uhr) und Richtung Waldshut aus.

Bild 1: Bahnstreik trifft auch Hochrhein-Strecke: Pendler sind auf den Ausstand der Lokführer vorbereitet
Bild: Reinhard Herbrig

Doch der große Frust an den Bahngleisen blieb aus. Denn offenbar waren die meisten Bahnreisenden vorab so umfassend informiert gewesen, dass sie sich bereits um Alternativen gekümmert hatten und gar nicht erst den Weg zum Bahnhof angetreten hatten.

Bild 2: Bahnstreik trifft auch Hochrhein-Strecke: Pendler sind auf den Ausstand der Lokführer vorbereitet
Bild: Chymo, Brigitte

Lediglich vereinzelt standen Menschen zwischen Laufenburg und Bad Säckingen an den Bahnsteigen und warteten vergeblich. Doch auch diese konnten sich anderweitig behelfen, nachdem sie auf die Tragweite der Problematik aufmerksam wurden.

Leere Bahnsteige, über volle Bahnbusse

Bild 3: Bahnstreik trifft auch Hochrhein-Strecke: Pendler sind auf den Ausstand der Lokführer vorbereitet
Bild: Reinhard Herbrig

Umso voller waren die Bahnbusse, die einige Minuten später fuhren und auf die die meisten Fahrgäste, aufgrund der Ankündigungen der DB ausgewichen waren. In Bad Säckingen zum Beispiel wichen die meisten Fahrgäste, die normalerweise die 7.47 Uhr abfahrende Regionalbahn genommen hätten, auf den Bus um 8.03 Uhr Richtung Waldshut (6102) aus.

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Die weiteren Aussichten

Der Warnstreik der GDL wird bis einschließlich Mittwoch andauern. „Das Mindestfahrplanangebot befindet sich aktuell in Abstimmung“, heißt es aktuell bei der Reiseauskunft der Deutschen Bahn. Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass es in diesem Zeitraum Zugverbindungen auf der Hochrheinstrecke geben wird.

Stattdessen wird bei der Fahrplanauskunft auf Ausweichmöglichkeiten über Schweizer Gebiet verwiesen. Wer beispielsweise von Waldshut-Tiengen nach Basel fahren will, muss hier allerdings bis zu vier Mal umsteigen.

Ebenfalls nicht vom Streik betroffen sind die Verbindungen in Deutschland, die von der Schweizer Bahn SBB betrieben werden, wie die Wiesentalstrecke (Zell im Wiesental-Basel) oder der „Seehas“ zwischen Engen und Konstanz. Zwischen Waldshut-Tiengen und Bad Säckingen verkehren außerdem Busse der SBG.

Zur Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn.

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