Erstmals hatte das Kulturamt des Landkreises einen Wettbewerb für regionale Künstlerinnen und Künstler ausgeschrieben. „Gerade die Kulturschaffenden haben unter der Pandemie gelitten – und viele tun es immer noch“, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamts. Das Kreiskulturamt wollte deshalb regionaler Kunst Möglichkeiten und Räume bieten, sich zu präsentieren.

Unter dem Titel „Verwandelt? Verwandelt!“ waren Kunstschaffende aufgefordert, Arbeiten einzureichen, die sich mit dem Zustand des Wandels und der Veränderung auseinandersetzen. Zur Teilnahmebedingung gehört auch ein Bezug zur Region – beispielsweise Geburtsort, Wohnort, Ausbildung, berufliche Bezüge. 107 Arbeiten wurden eingereicht.

Hauptpreis für Hannelore Weitbrecht

Das Papierobjekt „Büchertanz“ der in Waldshut geborenen Künstlerin Hannelore Weitbrecht wurde mit dem Hauptpreis (4000 Euro) geehrt.

„Büchertanz“ – die ausgezeichnete Arbeit von Hannelore Weitbrecht.
„Büchertanz“ – die ausgezeichnete Arbeit von Hannelore Weitbrecht. | Bild: Landratsamt Waldshut/ Weitprecht

Weitbrecht, die heute in Kirchheim Teck lebt, ist in der Region keine Unbekannte. Sie hat 2020 bereits den Natur-Energie-Förderpreis in Bernau gewonnen. Die Wahl fiel einstimmig auf das filigrane Werk, das das Medium Papier als Träger von Information in seiner Bedeutung verwandelt.

Anerkennungspreis für Peter Schütz

Der Künstler und Journalist Peter Schütz aus Görwihl wurde für sein Bild „Vertrauen“ (Öl auf Leinwand) mit einem Anerkennungspreis (1000 Euro) ausgezeichnet.

Ein Anerkennungspreis geht nach Görwihl: Das ausgezeichnete Werk von Peter Schütz trägt den Bildtitel „Vertrauen“.
Ein Anerkennungspreis geht nach Görwihl: Das ausgezeichnete Werk von Peter Schütz trägt den Bildtitel „Vertrauen“. | Bild: Peter Schütz

Das Werk entstand während des ersten Lockdown und spielt mit Erscheinungen. Schütz sagte nach Bekanntwerden der Auszeichnung: „Ich freue mich sehr über den von Experten verliehenen Anerkennungspreis und sehe damit meine Malerei, die sich mit dem Verhältnis von Mensch und Natur beschäftigt, bestätigt.“

Anerkennungspreis für Daniel Topka

Daniel Topka ist mit 29 Jahren der Jüngste unter den drei Ausgezeichneten (ebenfalls Anerkennungspreis 1000 Euro). Er ist im Landkreis aufgewachsen, hat in Waldshut sein Abitur abgelegt und ist derzeit in der Abschlussphase seines Studiums an der Universität der Künste in Berlin. Sein „Ovid_Metamorphosen“ ist eine glasierte Keramik, der die Verwandlung eines Reclam-Büchleins vorangegangen ist.

Der Zeitpunkt der Preisverleihung wird noch bekanntgeben. Die prämierten sowie die von der Jury ausgewählten weiteren Werke werden vom 18. September bis 24. Oktober 2021 in Schloss Bonndorf ausgestellt und können erworben werden.

Das könnte Sie auch interessieren