So ist die Lage auf deutscher Hochrheinseite

Wie entwickelt sich der Arbeitsmarkt am Hochrhein und wie wirkt sich der Corona-Lockdown auf die Arbeitslosenzahlen aus? Horst Eckert, Leiter der Lörracher Arbeitsagentur und zuständig für die Landkreise Waldshut und Lörrach, kommentiert die Lage unaufgeregt: „Ich bin recht optimistisch, dass uns keine große Entlassungswelle treffen wird. Der zweite Lockdown führte nicht zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit – ganz im Gegenteil, wie gewohnt geht die Arbeitslosigkeit um diese Zeit sogar leicht zurück.“

Horst Eckert, Leiter der Agentur für Arbeit Lörrach.
Horst Eckert, Leiter der Agentur für Arbeit Lörrach. | Bild: Agentur für Arbeit Lörrach

Auch Unternehmen, die besonders von den angeordneten Schließungen des zweiten Lockdowns betroffen waren, halten nach Informationen der Arbeitsagentur an ihrem Stammpersonal fest und nutzen das bewährte Instrument Kurzarbeit. Im Februar 2021 verloren sogar weniger Beschäftigte ihren Job als noch im Februar des vergangenen Jahres. Kurzarbeit bleibe der stabilisierende Faktor – die Anzeigen nahmen in den Wintermonaten wieder zu, nachdem über den Sommer ein Rückgang zu beobachten war. Vom Höchststand April 2020, als knapp 28.000 Menschen in der Region kurzarbeiteten, seien die jetzigen Meldungen allerdings weit entfernt.

„Es geht ein wenig bergauf – das spüren wir an der Nachfrage nach Arbeitskräften. Noch liegen wir unter dem Niveau des Vorjahres, aber immerhin meldeten uns Unternehmen gegenüber dem Januar über 200 Stellen mehr,“ blickt Eckert zuversichtlich auf die nächsten Monate.

Die Daten im Überblick:

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Und in der Schweiz?

Im Kanton Basel-Stadt waren Ende Februar 2021 4470 arbeitslose Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) registriert, 40 Personen weniger als im Januar 2021. Die Arbeitslosenquote sank von 4,4 Prozent im Vormonat auf 4,3 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat (Februar 2020) stieg die Anzahl der arbeitslosen Personen um 1178 (+35,8 Prozent).

Im Kanton Basel-Landschaft liegt die Arbeitslosenquote Ende Februar bei 2,9 Prozent. Sie ist im Vergleich zu Februar 2020 um einen Prozentpunkt gestiegen.

Der Kanton Aargau meldet für Februar 2021 eine Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent. Die Zahl der arbeitslosen Personen sei im Vergleich zum Vormonat praktisch unverändert geblieben, ebenso die Zahl der Stellensuchenden. 4500 Betriebe im Kanton verfügen über eine Bewilligung für Kurzarbeit.

Kanton Zürich: Ende Februar waren im Kanton Zürich 30.902 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos gemeldet, 146 Personen mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stagnierte bei 3,6 Prozent. Mehr Arbeitslose verzeichneten vor allem das Gastgewerbe (+131) sowie der Detailhandel (+102). In einigen Branchen wie dem Baugewerbe (-52), der Informatik (-40) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (-36) sank die Arbeitslosigkeit.

Der Kanton Schaffhausen verzeichnete im Februar mit 1753 gemeldeten Personen einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,0 Prozent und damit 0,3 Prozentpunkte niedriger als dem Vormonat. Insgesamt waren Ende Februar 1753 Arbeitslose beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) eingeschrieben, 93 weniger als im Vormonat. Gegenüber dem
Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 351 Personen (+25,0 Prozent).

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