Das ist eine frohe Botschaft in der Vorweihnachtszeit: Die Arbeitsagentur Lörrach meldet für den vergangenen Monat erneut positive Zahlen. Zum Jahresende zeige sich der Arbeitsmarkt weiterhin aufnahmefähig. Mit einem Plus von 334 gegenüber dem Vormonat erreiche er den höchsten Stellenzugang eines Novembers in den vergangenen zehn Jahren.

So viele Arbeitslose gibt es im Bezirk

In den Landkreisen Lörrach und Waldshut zählte die Agentur für Arbeit im November 8773 Arbeitslose. Die Quote sank erstmals seit den Sommerferien wieder unter die Vier-Prozent-Marke – um 0,1 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent. Aber die Zahlen bei den Langzeitarbeitslosen und Menschen über 50 Jahren stiegen leicht.

Warum Horst Eckert trotzdem optimistisch bleibt

Für Horst Eckert, Leiter der Lörracher Arbeitsagentur, Grund genug, Optimismus zu verbreiten, ohne in Euphorie zu geraten. „Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit ist für einen November saisonüblich. Auch für die kommenden Wintermonate erwarte ich keinen Einbruch auf dem Arbeitsmarkt“, wird Eckert in der Pressemitteilung der Agentur zitiert.

Die regionalen Unternehmen hätten weiterhin einen hohen Arbeits- und Fachkräftebedarf. Und dies trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten durch unzerbrochene Lieferketten, Materialengpässe und Preissteigerungen.

Das könnte Sie auch interessieren

Was die günstige Entwicklung etwas trübt

Getrübt werde die günstige Arbeitsmarktentwicklung von der Situation in der Ukraine, heißt es weiter. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung sei die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Aber bei der Grundsicherung zeigten sich die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs. Im Vergleich zum Vorjahr sei der Arbeitslosenbestand um insgesamt 24 Prozent gestiegen. Betroffen seien vor allem junge Menschen und Frauen.

Die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick

Eckert fasst zusammen: „Nach Sicherstellung der finanziellen Unterstützung möchten wir nun Grundlagen wie Spracherwerb schaffen, um geflüchtete Menschen auf unseren Arbeitsmarkt vorzubereiten.“ Die Agentur für Arbeit strebe zudem eine ausbildungsadäquate Vermittlung der Geflüchteten an. Eckert: „Denn die Nachfrage nach Fachkräften ist sehr hoch, wie man an den fast 4000 unbesetzten Stellen in der Region sehen kann.“