Das Regierungspräsidium Freiburg (RP) übergibt zum 1. Januar die Zuständigkeit für Planung, Bau, Erhaltung und Betrieb der Autobahnen sowie die zugehörigen Aufgaben als Verkehrsbehörde an die neu gegründete Autobahngesellschaft des Bundes. Im Regierungsbezirk Freiburg betrifft dies die Erhaltung der rund 400 Kilometer langen Autobahnabschnitte der A 5, der A 98 und der A 81 sowie die dortigen Aus- und Neubauvorhaben, informiert das RP in einer Pressemitteilung.

Regierungspräsidentin: Projekte sind gut vorbereitet

„Die Autobahnen sind zentrale Mobilitätsachsen unserer Region und haben daher einen ganz entscheidenden Schwerpunkt unserer Arbeit gebildet. Sowohl diese Aufgabe als auch die zahlreichen Mitarbeiter verlieren wir nur ungern“, wird Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer in einer Mitteilung zitiert. „Wir haben die Übergabe der Projekte gut vorbereitet und sind zuversichtlich, dass sie reibungslos verlaufen wird“, so Schäfer mit Blick auf die Planung der Hochrheinautobahn A 98. Für personelle Kontinuität sei gesorgt, da viele Mitarbeiter des RP mit ihren Aufgaben zur Autobahngesellschaft wechseln.

Insgesamt gehen 55 Mitarbeiter aus den Referaten für Straßenplanung und Straßenbau des RP zur Autobahngesellschaft. Hinzu kommen die rund 130 Kollegen der Autobahnmeistereien. Gerald Schmidt, im RP bislang Referatsleiter für Straßenbau, wird die Freiburger Außenstelle der Autobahn GmbH Niederlassung Südwest in der Heinrich-von-Stephan-Straße leiten.

So geht es mit der A 98 weiter

Ein Großprojekt, das das RP Freiburg an die Autobahngesellschaft des Bundes übergibt ist der Bau und die weitere Planung der A 98. Der Abschnitt A 98.4 Lörrach Ost-Rheinfelden mit dem Herrschaftsbucktunnel ist weitgehend fertig gestellt. Der Bau wird bis zur Verkehrsfreigabe voraussichtlich Mitte 2021 vom Regierungspräsidium und der Autobahngesellschaft gemeinsam betreut.

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Beim Abschnitt A 98.5 Karsau-Schwörstadt werden die Planungsarbeiten an die Autobahn GmbH übergeben. Das RP bleibt zuständige Planfeststellungsbehörde. Somit sei die Kontinuität im laufenden Planfeststellungsverfahren gewährleistet.

Die Planung der weiteren Abschnitte der A 98 wurde bereits 2018 an die Deges GmbH übergeben, sodass hier unabhängig vom Zuständigkeitswechsel eine Kontinuität in der Planung gewährleistet sein soll. Denn die heutige Deges soll als Geschäftsbereich Großprojekte unter der Leitung von Dirk Brandenburger in die neue Autobahngesellschaft integriert werden. „Wichtig ist es dabei, das Wissen der Deges auch für den weiteren Aufbau der Autobahngesellschaft zu nutzen und gleichzeitig Doppelstrukturen mit der Zentrale in Berlin zu vermeiden“, ist auf der Internetseite der Gesellschaft zu lesen. „Die Deges ist ein gut funktionierendes, leistungsfähiges Unternehmen und damit künftig ein stabiler Pfeiler innerhalb der Autobahn GmbH“, wird Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung, hier zitiert.

Für Autofahrer ändert sich nichts

Christine Baur-Fewson, Leiterin der Niederlassung Südwest der Autobahn GmbH des Bundes: „Die Autobahn GmbH des Bundes hat in Berlin ebenso wie hier in Stuttgart mit dem Aufbau von Arbeitsprozessen und Strukturen in nur wenigen Monaten Großartiges geleistet. Dies war unter anderem möglich durch die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit mit dem Verkehrsministerium und dem Regierungspräsidium Freiburg und natürlich auch durch den hervorragenden Einsatz aller Mitglieder des Aufbauteams. Ich freue mich nun auf einen gelungenen Start am 1. Januar. Für die Autofahrer wird der Übergang übrigens ganz unbemerkt stattfinden, denn die 15 Autobahnmeistereien der Niederlassung Südwest werden den Betriebs- und Winterdienst in gewohnt zuverlässiger Weise leisten.“

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