Zwei tote Menschen am Hochrhein entdeckt: Fast zeitgleich gingen am Montagabend bei der Polizei die Notrufe der beiden Fälle in Brennet und Jestetten ein. Eine leblose Person, die sich im Rhein bei Brennet befand, hatten Passanten gesehen und gemeldet. Kurz vor 19 Uhr wurden die Feuerwehren Bad Säckingen mit Abteilung Wallbach, die Feuerwehr Wehr Abteilung Öflingen, sowie DLRG und Rettungsdienst alarmiert.

„Kurz nach 19 Uhr wurde eine männliche Leiche von der Feuerwehr Wallbach beim Bootsclub im Wehrer Ortsteil Brennet, beim Wehra-Delta aus dem Wasser gezogen“, berichtet Nicolo Bibbo, Stadtkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wehr.

Badestelle in der Nähe des Fundorts

Die Feuerwehr war nach seiner Mitteilung auch mit drei Mann und dem Kommunikationsauto (ELW 1) aus Wehr vor Ort, um gegebenenfalls die Funkverbindung über weitere Distanzen aufrecht zu erhalten. „Mit dem ELW 1 können Distanzen über Wallbach bis nach Bad Säckingen überbrückt werden“, sagt Bibbo. Auch die Feuerwehrabteilung Öflingen war mit ihrem Boot an der Slipstelle. Jedoch war ein Einwassern nicht nötig.

In der Nähe des Fundortes befindet sich eine Badestelle. Die Polizei hat die Ermittlungen nun aufgenommen. Bislang können die Ermittler nicht sagen, ob der Tote in Zusammenhang mit einem Vorgang am vergangenen Freitag steht.

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78 Einsatzkräfte waren am Freitag in einem Großeinsatz am Rhein bei Bad Säckingen. Zwei Urlauber aus Hamburg waren betrunken baden gegangen, konnten aber laut Polizeiangaben das Wasser selbstständig verlassen. Zeugenaussagen über einen dritten Schwimmer sorgten zudem für Verwirrung und ebenfalls eine Meldung, wonach auf Höhe des Vereinsheims des Ruderclubs Bad Säckingen ein Hilferuf zu hören war.

Eine zweite Leiche bei Jestetten

Mit dem ersten Rettungseinsatz gab es am Montagabend fast zeitgleich einen zweiten flussaufwärts bei Jestetten. Dort wurde ebenfalls eine tote Person aus dem Wasser geborgen. Die Polizei konnte am Abend noch nicht sagen, ob es sich um eine Frau oder Mann handelt. Auch ist noch unklar, ob es zwischen den beiden Fällen einen Zusammenhang gibt, denn die beiden Fundorte liegen mehrere Wehre auseinander.