Analysen des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) haben nun ergeben, dass es sich beim Bushmeat aus Afrika um Fleisch des Weißbauchschuppentiers und um Fleisch einer Gabunviper handelt – insgesamt rund 3,5 Kilogramm. Wer das Fleisch von wildlebenden Tieren in die Schweiz einführt, verstößt sowohl gegen seuchenpolizeiliche Vorschriften wie auch gegen Artenschutzbestimmungen. Die Frau muss deshalb mit einem Strafverfahren rechnen, wie die Eidgenössische Zollverwaltung mitteilt.

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Eingereist ist die 26-jährige Frau bereits am 24. April und zwar von Kamerun über Paris nach Zürich. Bei der Ankunft in Zürich wählte sie den grünen Durchgang und wurde dort von EZV-Mitarbeitenden kontrolliert. Bei der Befragung gab sie an, dass alles Fleisch aus Kamerun stamme und für den persönlichen Gebrauch gedacht sei. „Zum Glück – die Frau arbeitet in der Schweiz nämlich in einer Fastfood-Kette“, schreibt die EZV in ihrer Pressemitteilung.

Erhebliche Risiken für die menschliche und tierische Gesundheit

Der Kontakt mit und der Verzehr von Buschfleisch stellen eine ernste Gesundheitsgefahr dar: Auf Menschen übertragbare Krankheiten oder Tierseuchen können in die Schweiz eingeschleppt und auf Mensch und Tier übertragen werden.

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Geschützte Tierarten

Schätzungsweise 30 Prozent des Buschfleisches stammt von geschützten Tierarten wie beispielsweise von Schuppentieren, Meerkatzen (Affen) oder Ducker (afrikanische Antilopen). In Afrika erreicht der Handel mit Buschfleisch jährlich rund fünf Millionen Tonnen. Der Verzehr dieses Fleisches gefährdet geschützte Tierarten.