Die Schweiz als Arbeitsort ist bei den Menschen im Landkreis Waldshut nach wie vor beliebt. Auch im Jahr 2016 ist die Zahl der Grenzgänger weiter angestiegen, wie aus einer aktuellen Statistik der Wirtschaftsförderungsgesellschaft „Wirtschaftsregion Südwest“ hervorgeht. Demnach zieht es 14 874 Menschen zum Geld verdienen in die grenznahe Schweiz und damit rund 500 mehr als im Vorjahr.

Die Zahlen stammen vom Schweizer Bundesamt für Statistik und basieren auf den ausgestellten Grenzgängerbewilligungen. Seit Jahren ist die Zahl im Kreis Waldshut, ebenso wie im Nachbarkreis Lörrach, steigend. Waren es 2008 noch rund 11 000 Grenzgänger, wurde 2011 die 13 000 Marke geknackt, seit 2014 sind es mehr als 14 000 Arbeitskräfte aus diesem Landkreis. Die meisten Grenzgänger der Region wohnen in Waldshut-Tiengen (2086), Bad Säckingen (1649), Laufenburg (1054), Wehr (1019) und Klettgau (909).

Die Schweiz wird als Arbeitsort für Deutsche aus dem Grenzgebiet immer beliebter. 14&nbsp;874 Menschen aus dem Kreis Waldshut, 500 mehr als im Vorjahr, pendelten im Jahr 2016 über die Grenze. <em>Grafik: Ute Schönlein</em>
Die Schweiz wird als Arbeitsort für Deutsche aus dem Grenzgebiet immer beliebter. 14 874 Menschen aus dem Kreis Waldshut, 500 mehr als im Vorjahr, pendelten im Jahr 2016 über die Grenze. Grafik: Ute Schönlein

Grenzgängerdichte in Gemeinden

Anders sieht es hingegen aus, wenn man statt absoluter Zahlen, die Grenzgängerdichte betrachtet. Diese stellt die Zahl der Grenzgänger den gesamten Beschäftigen einer Kommune gegenüber und wird erstmalig vom Schweizer Statistik-Bundesamt aufgeführt. Laut Wirtschaftsregion Südwest trifft die Grenzgängerdichte die beste Aussage darüber, wie viele Arbeitnehmer eines Wohnortes zum Arbeiten in die Schweiz fahren. Hier liegen nicht die Städte auf den vordersten Plätzen, sondern die Gemeinden Hohentengen (40,4 Prozent), Lottstetten (38,8 Prozent), Jestetten (36,5 Prozent), Dettighofen (36,4 Prozent) und Küssaberg (34,4 Prozent). Waldshut-Tiengen liegt hier dagegen nur auf Rang 15.

Nummer 1 der Zielkantone für die Granzgänger der Region ist der Aargau. Mehr als die Hälfte der Grenzgänger (7587 Personen) pendeln dorthin. Gefolgt von Zürich (3500) und Schaffhausen (1249). Im Kreis Lörrach ist der Kanton Basel-Stadt am begehrtesten bei den Grenzgängern, mehr als die Hälfte zieht es dort hin. Einen weiten Arbeitsweg nehmen laut Statistik zwei Menschen aus Wutöschingen auf sich. Sie verdienen demnach ihr Geld in den südlichen Kantonen Wallis und Tessin. Einzig in den Kantonen Neuenburg und Appenzell Innerrhoden wurden keine Grenzgängerbewilligungen für Menschen aus dem Kreis Waldshut ausgestellt.

Die Wirtschaftsregion

Die Wirtschaftsregion Südwest GmbH ist die Wirtschaftsfördergesellschaft der Landkreise Lörrach und Waldshut. Die Wirtschaftsregion Südwest wurde im November des Jahres 1996 gegründet, damals noch ausschließlich für den Landkreis Lörrach. Im Jahr 2000 trat der Landkreis Waldshut der Gesellschaft bei.

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