Die Gefahren

Beim Verglühen von Shisha-Kohle oder entsprechenden organischen Ersatzstoffen entsteht hochgiftiges Kohlenmonoxid (CO). Das farb- und geruchlose Gas vermischt sich mit der Raumluft und wird beim Atmen unbemerkt in den Körper aufgenommen. Über die Lunge gelangt das Kohlenmonoxid ins Blut. Dort verhindert es den Sauerstofftransport und kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden führen, im schlimmsten Fall zum Tod.

Es müsse davon ausgegangen werden, dass die Gäste und Beschäftigten in Gaststätten, in denen Shishas angeboten werden, der erheblichen Gefahr einer CO-Vergiftung ausgesetzt sind, soweit die Anreicherung des Gases in der Atemluft nicht durch eine ausreichend dimensionierte Be- und Entlüftung verhindert wird, heißt es in der Begründung des Landratsamtes zu der Verfügung. Zudem berge der unsachgemäße Umgang mit glühenden Kohlen eine erhöhte Brandgefahr.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Auflagen

Die Betreiber von Shisha-Bars müssen laut Verfügung des Landkreises Waldshut strenge Auflagen erfüllen. Ein Muss sind Lüftungsanlagen und Warnmelder. Hier schreibt die Allgemeinverfügung des Landkreises Waldshut einen Warnmelder je 25 Quadratmeter Fläche vor. Die sind fortlaufend betriebsbereit zu halten und wöchentlich zu überprüfen. Sie geben bei einer zu hohen Kohlenmonoxidkonzentration in der Luft Alarm.

Jedes Anschlagen eines Warnmelders muss mit Datum und Uhrzeit dokumentiert werden und griffbereit sein, wenn Vertreter von Behörden, Polizei oder Feuerwehr die Liste sehen wollen. Da die üblichen Kohlenmonoxid-Warnmelder keine automatische Aufzeichnung von Überschreitungen der CO-Konzentration vornehmen, haben die Betreiber dies manuell zu protokollieren.

Daher werden auch stichprobenartige Kontrollen der einzelnen Betriebe durch die Gewerbeaufsicht mit geeigneten Messgeräten durchgeführt. Auch der Anzündbereich für die Kohlen braucht einen fachgerecht installierten Rauchabzug.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Warnung

An der Eingangstür zur Gaststätte ist ein deutlich sichtbarer Hinweis anzubringen, der auf mögliche Gesundheitsgefahren, insbesondere für Schwangere und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aufmerksam macht. Minderjährige haben keinen Zutritt.

Sollte die Verfügung nicht beachtet werden, droht ein Zwangsgeld von 1000 Euro. Shisha-Bars, die ihren Gäste den Betrieb von Wasserpfeifen ohne Kohlenmonoxid und ohne erhöhte Brandgefahr anbieten, zum Beispiel elektrische Shishas, sind von der Verfügung nicht betroffen.

Quelle: Allgemeinverfügung zum Umgang mit Wasserpfeifen (Shishas) in Betriebsräumen von bestehenden Gaststätten im Landkreis Waldshut vom Dezember 2018.