Unter dem Motto "Architektur bleibt" lud die Architektenkammer Baden-Württemberg am Samstag zum 22. Tag der Architektur ein. Das Motto erinnert an ein Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau, das er am ersten Konvent der Baukultur geprägt hatte: "Ein Buch kann man zuschlagen und weglegen. Musik kann man abschalten, und niemand ist gezwungen ein Bild aufzuhängen, das ihm nicht gefällt. An einem Haus oder an einem anderen Gebäude kann man nicht vorbei gehen, ohne es zu sehen. Architektur hat die größte sichtbare gesellschaftliche Wirkung."

Trends beim Bauen erfahrbar machen

Der Tag der Architektur bot Bürgern die Möglichkeit, Trends beim Bauen direkt erfahrbar zu machen, beispielsweise wie sich Kosten und Energie einsparen lassen, welche Materialien langlebig sind, und wodurch sich eine überzeugende Gestaltung auszeichnet. Vor Ort wurden die individuellen Lösungskonzepte erläutert.

Die kostenlose Tour der Kammergruppe Waldshut, an der rund 50 Bürger teilgenommen hatten, führte dieses Jahr in den östlichen Teil des Landkreises. "Auf unserer Tour haben wir Beispiele klassischen Hochbaus, der Landschaftsarchitektur und der Innenarchitektur zusammengestellt", sagte Gerold Müller, Vorsitzender der Kammergruppe Waldshut.

Drei Häuser, ein Saal und ein Platz

Die Objekte der Informationsrundfahrt durch den östlichen Landkreis waren ein Einfamilienhaus in einem Neubaugebiet von Jestetten, ein Einfamilienhaus direkt oberhalb des Rheinufers in Hohentengen, der Mehrgenerationenplatz "Bädle" in Rheinheim, zwei Mehrfamilienhäuser in der Wasenstraße in Rheinheim und der sanierte und umgestaltete Kreistagssaal im Landratsamt Waldshut.

Diese Objekte wurden bei der Tour besichtigt

  • Jestetten: Das Einfamilienhaus in der Kirchenäckerstraße in Jestetten wurde 2014 in Holzrahmenbauweise gebaut. Der Energiebedarf entspricht KFW-55-Standard, das heißt es werden 55 Prozent der Energiebedarfes in einem vergleichbaren Haus benötigt. Das Haus, das mit einem Pultdach versehen ist, bietet auf zwei Etagen 169 Quadratmeter Wohnfläche und ist teilunterkellert mit einer Nutzfläche von 58 Quadratmetern. Architekt ist Peter Schanz aus Hohentengen.
Das Einfamilienhaus in der Kirchenäckerstraße in Jestetten wurde 2014 in Holzrahmenbauweise gebaut. Der Energiebedarf entspricht KFW-55-Standard, das heißt es werden 55 Prozent der Energiebedarfes in einem vergleichbaren Haus benötigt. Das Haus, das mit einem Pultdach versehen ist, bietet auf zwei Etagen 169 Quadratmeter Wohnfläche und ist teilunterkellert mit einer Nutzfläche von 58 Quadratmetern. Architekt ist Peter Schanz aus Hohentengen. Bild: Claus Bingold
Das Einfamilienhaus in der Kirchenäckerstraße in Jestetten wurde 2014 in Holzrahmenbauweise gebaut. Der Energiebedarf entspricht KFW-55-Standard, das heißt es werden 55 Prozent der Energiebedarfes in einem vergleichbaren Haus benötigt. Das Haus, das mit einem Pultdach versehen ist, bietet auf zwei Etagen 169 Quadratmeter Wohnfläche und ist teilunterkellert mit einer Nutzfläche von 58 Quadratmetern. Architekt ist Peter Schanz aus Hohentengen. Bild: Claus Bingold
  • Hohentengen: Das Einfamilienhaus (Baujahr 2018, 163 Quadratmeter Wohnfläche, Doppelgarage; Architektur: Schanz Architekten, Hohentengen) am Ende einer Sackgasse in Hohentengen ist in Holzrahmenbauweise errichtet und entspricht KFW-55-Standard. Das gesamte Haus wir nur durch einen Einzelpelletofen im Eingangsbereich beheizt. Koch-, Ess- und Wohnbereich sind wegen des Blickes auf den Rhein im Obergeschoss. Bei der Konzipierung des Projektes kam es Peter Schanz auch darauf an, dem Wendehammer am Ende der Straße seine sterile Wirkung zu nehmen.
Das Einfamilienhaus (Baujahr 2018, 163 qm Wohnfläche, Doppelgarage; Architektur: Schanz Architekten, Hohentengen) am Ende einer Sackgasse in Hohentengen ist ebenfalls in Holzrahmenbauweise errichtet und entspricht KFW-55-Standard. Das gesamte Haus wir nur durch einen Einzelpelletofen im Eingangsbereich beheizt. Koch-, Ess- und Wohnbereich sind wegen des Blickes auf den Rhein im Obergeschoss, Außerdem ist das Dach im Wohnbereich erlebbarer. weil von dort aus Blick zum Rhein und weil dann das Dach erlebbarer ist. Bei der Konzipierung des Projektes kam es Peter Schanz auch darauf an, dem Wendehammer am Ende der Straße seine sterile Wirkung zu nehmen. Bild: Claus Bingold ..
Das Einfamilienhaus (Baujahr 2018, 163 qm Wohnfläche, Doppelgarage; Architektur: Schanz Architekten, Hohentengen) am Ende einer Sackgasse in Hohentengen ist ebenfalls in Holzrahmenbauweise errichtet und entspricht KFW-55-Standard. Das gesamte Haus wir nur durch einen Einzelpelletofen im Eingangsbereich beheizt. Koch-, Ess- und Wohnbereich sind wegen des Blickes auf den Rhein im Obergeschoss, Außerdem ist das Dach im Wohnbereich erlebbarer. weil von dort aus Blick zum Rhein und weil dann das Dach erlebbarer ist. Bei der Konzipierung des Projektes kam es Peter Schanz auch darauf an, dem Wendehammer am Ende der Straße seine sterile Wirkung zu nehmen. Bild: Claus Bingold ..
  • Küssaberg-Rheinheim: Der Mehrgenerationenplatz „Bädle“ (Größe rund 3000 Quadratmeter) in Rheinheim mit Spielplatz, Seniorentrainingsgeräten und Jugendelementen, ist 2014 auf dem Gelände des ehemaligen Schwimmbades von Rheinheim entstanden. Da der Mehrgenerationenplatz am Rhein liegt, wurde bei der Verwendung der Materialien darauf geachtet, dass diese im Bezug zum Rhein stehen. So ziehen sich mehrere Flusskiesel, Kies- und Gehölzflächen wie ein roter Faden durch den Mehrgenerationenplatz. Der gewachsene Baumbestand wurde in die Überlegungen eingebunden. So konnten gut aufeinander abgestimmte Teilbereiche geschaffen werden. Der gepflasterte Fußweg verläuft durch den gesamten Mehrgenerationenplatz und ermöglicht eine barrierefreie Durchquerung. Auf einer größeren Platzfläche finden über das ganze Jahr Veranstaltungen der Gemeinde statt. Das Projekt wurde von Burkhard und Sandler, Landschaftsarchitekten in Hohentengen geplant.
Eine Station der Besichtigungsfahrt war der Mehrgenerationenplatz „Bädle“ (Größe rund 3000 Quadratmeter) in Küssaberg-Rheinheim mit Spielplatz, Seniorentrainingsgeräten und Jugendelementen. Dieser ist 2014 auf dem Gelände des ehemaligen Schwimmbades entstanden. <em>Bild: Claus Bingold</em>
Eine Station der Besichtigungsfahrt war der Mehrgenerationenplatz „Bädle“ (Größe rund 3000 Quadratmeter) in Küssaberg-Rheinheim mit Spielplatz, Seniorentrainingsgeräten und Jugendelementen. Dieser ist 2014 auf dem Gelände des ehemaligen Schwimmbades entstanden. Bild: Claus Bingold
  • Rheinheim: Zwei Mehrgenerationenhäuser mit zwölf und sechs Wohneinheiten wurden im Mai 2016 im Wasenweg in Küssaberg-Rheinheim fertig gestellt. Architekt des Projektes ist Jörg Kaiser aus Lauchringen. Die beiden Gebäude, die im Holzrahmenbau mit Zwischendämmung konzipiert sind, entsprechen den Anforderung KFW-55-Standard. Die Häuser verfügen über hinterlüftete Holzfassaden mit unterhaltsfreier Vergrauungslasur.Die erdberührten Kelleraußenwände, Fundamente, Bodenplatten und Decken bestehen aus Stahlbeton. Der Innenausbau ist in Trockenbauweise ausgeführt. Die Fenster sind mit Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung versehen. Die Wärme und die Warmwasserversorgung werden mittels Grundwasserwärmepumpen erzeugt. Die Anlagen verfügen über kontrollierte Lüftungsanlagen. Auf den Pultdächern sind Photovoltaikanlagen installiert.
Zwei Mehrgenerationenhäuser mit zwölf und sechs Wohneinheiten wurden im Mai 2016 im Wasenweg in Küssaberg-Rheinheim fertig gestellt. Architekt des Projektes ist Jörg Kaiser aus Lauchringen. Die beiden Gebäude die im Holzrahmenbau mit Zwischendämmung konzipiert sind, entsprechen den Anforderung KFW-55-Standard. die Häuser verfügen über hinterlüftete Holzfassaden mit unterhaltsfreier Vergrauungslasur..Die erdberührten Kelleraußenwände, Fundamente, Bodenplatten und Decken bestehen aus Stahlbeton. Der Innenausbau ist in Trockenbauweise ausgeführt. die Fenster sind mit Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung versehen. die Wärme und die Warmwasserversorgung werden mittels Grundwasserwärmepumpen erzeugung..Die Anlagen verfügen über kontrollierte Lüftungsanlagen. auf den Pultdächern sind Photovoltaikanlagen installiert. Bild: Claus Bingold .
Zwei Mehrgenerationenhäuser mit zwölf und sechs Wohneinheiten wurden im Mai 2016 im Wasenweg in Küssaberg-Rheinheim fertig gestellt. Architekt des Projektes ist Jörg Kaiser aus Lauchringen. Die beiden Gebäude die im Holzrahmenbau mit Zwischendämmung konzipiert sind, entsprechen den Anforderung KFW-55-Standard. die Häuser verfügen über hinterlüftete Holzfassaden mit unterhaltsfreier Vergrauungslasur..Die erdberührten Kelleraußenwände, Fundamente, Bodenplatten und Decken bestehen aus Stahlbeton. Der Innenausbau ist in Trockenbauweise ausgeführt. die Fenster sind mit Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung versehen. die Wärme und die Warmwasserversorgung werden mittels Grundwasserwärmepumpen erzeugung..Die Anlagen verfügen über kontrollierte Lüftungsanlagen. auf den Pultdächern sind Photovoltaikanlagen installiert. Bild: Claus Bingold .
  • Waldshut: Der Kreistagssaal im Landratsamt Waldshut wurde unter der Federführung von Architekt Gerold Müller aufwendig saniert und umgestaltet und konnte dieses Jahr wieder seiner Bestimmung übergeben werden. Der im Jahr 1984 in Betrieb genommene Kreistagsaal im Landratsamt Waldshut wurde komplett entkernt und auf den Rohbau zurückgeführt. Die gesamte Gebäudetechnik, Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro, wurde erneuert.Die Medientechnik im Saal wurde auf den neuesten Stand gebracht. "Wichtig war es, dem Saal eine dem Ort entsprechende Gestalt zu verleihen. Das spiegelt sich vor allem in den, im Raum verwandten Materialien, in seiner transparenten Ausstrahlung und seiner zweckmäßigen und geschmackvollen Ausstattung wider", sagte Architekt Gerold Müller.
Der Kreistagssaal im Landratsamt Waldshut wurde unter der Federführung von Architekt Gerold Müller aufwändig saniert und umgestaltet und konnte dieses Jahr wieder seiner Bestimmung übergeben werden..Der im Jahr 1984 in Betrieb genommene Kreistagsaal im Landratsamt Waldshut wurde komplett entkernt und auf den Rohbau zurückgeführt. Die gesamte Gebäudetechnik, Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro, wurde erneuert. Die Medientechnik im Saal wurde auf allerneusten Stand gebracht.."Wichtig war es", so Gerold Müller, "dem Saal eine dem Ort entsprechende Gestalt zu verleihen. Das spiegelt sich vor allem in den, im Raum verwandten Materialien, in seiner transparenten Ausstrahlung und seiner zweckmäßigen und geschmackvollen Ausstattung wieder. Bild: Claus Bingold ...
Der Kreistagssaal im Landratsamt Waldshut wurde unter der Federführung von Architekt Gerold Müller aufwändig saniert und umgestaltet und konnte dieses Jahr wieder seiner Bestimmung übergeben werden..Der im Jahr 1984 in Betrieb genommene Kreistagsaal im Landratsamt Waldshut wurde komplett entkernt und auf den Rohbau zurückgeführt. Die gesamte Gebäudetechnik, Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro, wurde erneuert. Die Medientechnik im Saal wurde auf allerneusten Stand gebracht.."Wichtig war es", so Gerold Müller, "dem Saal eine dem Ort entsprechende Gestalt zu verleihen. Das spiegelt sich vor allem in den, im Raum verwandten Materialien, in seiner transparenten Ausstrahlung und seiner zweckmäßigen und geschmackvollen Ausstattung wieder. Bild: Claus Bingold ...