Nachdem Ibach und Dachsberg nun wieder getrennte Bürgermeister haben, sollte die bestehende interkommunale Zusammenarbeit der Bauhöfe beider Gemeinden auf beiderseitigen Wunsch vertraglich abgesichert werden. Ziel ist es, Personal und Geräte bestmöglich einzusetzen sowie genaue Aufgabenbereiche zu definieren. Nach Abstimmung der Vertragsinhalte stimmte der Ibacher Gemeinderat diesem Vertrag zu. Er sieht vor, dass nur die tatsächlichen Kosten gegenseitig verrechnet werden. Künftige Personaleinstellungen werden wie bisher von einer Gemeinde vorgenommen, jedoch in beiderseitiger Abstimmung.

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Aufgrund von Veränderungen in zwei der drei Ibacher Jagdreviere ist eine Jagdgenossenschaftsversammlung erforderlich, die diesen Veränderungen zustimmen muss. Sowohl im Revier I, Unteribach, als auch im Revier II, Mutterslehen, möchte einer der beiden Jagdpächter aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Pachtvertrag ausscheiden. Beide verbleibenden Pächter haben bereits einen Ersatz gefunden, der bis zum regulären Vertragsablauf 2022 in den Pachtvertrag einsteigen möchte. Die Versammlung wurde auf den 29. April festgelegt. Dort sollen sich die Nachfolger dann persönlich vorstellen.

Statt 9000 nur 2647 Euro Erlös

Revierförster Christoph Wehle stellte den Vollzug im Gemeindewald 2018 sowie die Planung für 2019 vor. Aufgrund der höchst angespannten Holzmarktsituation war der geplante Erlös von 9000 Euro im Jahr 2018 nicht realisierbar, tatsächlich wurden nur 2647 Euro erlöst, allerdings aber auch 100 Festmeter weniger eingeschlagen als geplant. 69 Festmeter sind noch unverkauft. Wehle war auf Laubholz umgeschwenkt, da dort die Absatzmöglichkeiten noch besser waren als beim Nadelholz. Bis zum Ende des zehnjährigen Einrichtungszeitraums 2021 steht noch der Einschlag von 700 Festmetern aus, aufgrund der schlechten Prognosen sollte dieser nach Möglichkeit ans Ende des Zeitraums verschoben werden, allerdings abhängig von etwa notwendiger Käferholzaufarbeitung. Der geplante Erlös für 2019 liegt bei rund 5000 Euro. Für die Waldwegeunterhaltung wurden 2018 rund 8000 Euro aufgewendet.

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Helge von Gilsa machte nochmals die besorgniserregende Borkenkäferproblematik deutlich, die nur dann vermindert werden kann, wenn es gelingt, die erste Käfergeneration zu reduzieren. Da viele kleine Privatwaldbesitzer gar nicht vor Ort sind und daher auch nicht gezielt reagieren können, soll eine Initiative für Gemeinschaftswälder Abhilfe schaffen. Ein Programm zur Unterstützung der Käferbekämpfung seitens des Landes, wie es teilweise bereits aufgelegt wurde, wäre laut von Gilsa auch für Baden-Württemberg wünschenswert.

Beförsterung wird teurer

Die Beförsterung des Gemeindewalds wird künftig teurer werden, das Forstamt will aber nur die Gestehungskosten auf die Gemeinden im Landkreis umlegen. Zusammen mit einem anzurechnenden Gemeinwohlausgleich würde das für Ibach etwa 400 Euro Mehrkosten bedeuten. Die Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde wird künftig nicht mehr durch die Förster abgedeckt, sondern von einem Spezialistenteam mit entsprechender Zertifizierung übernommen. Die Anforderungen sind gestiegen, Kontrollen werden künftig alle neun Monate fällig. Die Gemeinden haben eine Kartierung erhalten, in der die entsprechenden Bereiche markiert sind und aufgrund derer ein Angebot mit jährlich 1300 Euro Kosten erstellt wurde. Allerdings hat Ibach noch Ungenauigkeiten in der Kartierung entdeckt, die bei einer Begehung ausgeräumt werden sollen.

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Noch nicht entschieden wurde auch, ob im Zuge der geplanten Straßensanierung zwischen Mutterslehen und Todtmoos einige Riegel entlang der Straße entfernt werden sollen. Ab dem Jahr 2020 wird für den Gemeinde- und Privatwald von Ibach und Dachsberg ein Förster zuständig sein. Die Ausschreibungen für diese Stelle laufen ab Mai, der Ibacher Gemeinderat wünscht sich bei der Stellenbesetzung ein Mitwirkungsrecht.