Kreis Waldshut Wanderweg Schluchtensteig feiert zehnjähriges Bestehen

Das zehnjährige Bestehen des Schluchtensteigs wird am 14. Mai in St. Blasien mit einem Festakt gefeiert. Die Strecke von Stühlingen nach Wehr ist zudem für "Deutschlands schönsten Wanderweg" nominiert. Entlang der Strecke sollen bis Sommer 2019 sieben Trekkingcamps zum Campen in der Natur entstehen.

Kreis Waldshut – Zu einer Erfolgsgeschichte wurde der 119 Kilometer lange Schluchtensteig, der sich zwischen Stühlingen und Wehr erstreckt. Der Steig wurde vor zehn Jahren eröffnet und zählt mittlerweile zu den "Top Trails of Germany". Ein Festakt zum zehnjährigen Bestehen soll am 14. Mai (Deutscher Tag des Wanderns) in St. Blasien stattfinden.

Bei der Fondsversammlung im Landratsamt Waldshut legten Klaus Nieke, Leiter der Abteilung Tourismus am Landratsamt, und Mitarbeiterin Katharina Maier den Rechenschaftsbericht 2017 vor und hielten Ausblick auf das Jahr 2018. Zur Versammlung kamen rund 20 Fondsmitglieder und Landrat Martin Kistler. Das Jahr 2017 schloss mit einem Übertrag von 9430 Euro. "Geld, das wir in diesem Jahr dringend benötigen", so Klaus Nieke. Ein wichtiger Schritt war der Beitritt des Schluchtensteigfonds zum Arbeitskreis Pakt Wandern unter der Leitung der Schwarzwald Tourismus GmbH und die Aufnahme des Schluchtensteigs in den Pakt Wanderflyer.

Ein großer Erfolg sei auch die Aufnahme des Steigs in den "Top Trails" der deutschen Fernwanderwege gewesen. Grundlegend, so Nieke, sei die Zusammenarbeit mit dem Schwarzwaldverein, der die Wege betreut und im Bedarfsfall Umleitungen ausschildert. Als Vertreter des Schwarzwaldvereins begrüßte Patrick Schenk die Erhöhung der Pflegepauschale, die von zwölf auf 16 Euro je Kilometer aufgestockt wurde, "auch als Motivation, neue Mitarbeiter zu bekommen".

2018 kandidiert der Schluchtensteig bei der Wahl als "Deutschlands schönster Wanderweg." Nieke: "Wir sind nominiert, machen Sie bei der Abstimmung mit." Nach der Eröffnung des Albsteigs im vergangenen Jahr nimmt die Stadt St. Blasien eine zentrale Stellung als "Wanderkreuz des Südens" ein. Hier kreuzen sich die beiden zertifizierten Wanderwege, die Schnittstelle bietet dem Wanderer neue Kombinationsmöglichkeiten und hier findet daher auch der Festakt zum Jubiläum statt.

Neue Angebote stellte Katharina Maier vor. Neben den bisherigen Pauschalangeboten, Wanderungen mit Gepäcktransfer und Hotelübernachtungen in sechs oder fünf Tagen, kommen neu dazu die Variante "Ultratrail in drei Tagen" für ambitionierte Wanderer und zwei Varianten "individuelle Ganztagswanderung", 70 Kilometer in 24 Stunden, wahlweise mit oder ohne Leistungspaket.

Neu geplant ist auch die Einrichtung von sieben Trekkingcamps entlang des Schluchtensteiges, um das Zelten im Wald legal zu ermöglichen. Zur Ausstattung gehören eine einfache Komposttoilette, Feuerstelle, Sitzgelegenheit und fließendes Wasser in maximal 200 Metern Entfernung. Betreiber ist die jeweilige Kommune, der Platzbetreuer bekommt 450 Euro. Mit der Eröffnung der Camps wird im Sommer 2019 gerechnet.

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