Der Verein Bürger für Bürger Dachsberg/Ibach ist auch im fünften Jahr seit seiner Gründung gewachsen, wie Schriftführer Oliver Dahmin der Hauptversammlung berichtete. Die Erfahrung wachse mit, dennoch gebe es immer wieder Neues, Unerwartetes zu meistern. Im vergangenen März erhielt der Verein die Anerkennung für häusliche Unterstützungsleistungen seitens des Landratsamtes, seither kann er seine Leistungen in bestimmten Fällen auch mit der Pflegeversicherung abrechnen, was bisher vier Personen genutzt haben.

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In 44 Bürostunden gab es 2018 insgesamt 42 Sprechstundenbesuche und 54 Anrufe mit einem Hilfsbegehren. Knapp 500 Helferstunden kamen zusammen, die gefahrenen Kilometer haben sich um 30 Prozent erhöht. Von den ursprünglich angemeldeten 45 Helfern sind mittlerweile einige alters- oder krankheitsbedingt nicht mehr einsetzbar, aktuell stehen etwa 25 Helfer auf Abruf, zwölf sind aktiv im Einsatz. Der Verein hat aktuell 171 Mitglieder. Die Vorsitzende Gaby Stich appellierte an Jugendliche, Erwachsene mittleren Alters und „Neurentner“ gleichermaßen, sich als weitere Helfer zu melden und zur Verfügung zu stellen.

Diskussion über Gebühr

Diskutiert wurde die Anpassung des für die Klienten zu bezahlenden Betrags. War zunächst zwischen der Entschädigung für die Helfer und dem Kostenbeitrag der Klienten ein Differenzbetrag von 1,50 Euro festgehalten worden, so hatte der Verein zwischenzeitlich den Differenzbetrag aufgehoben und den gesamten Betrag an die Helfer ausgezahlt. Nun wurde wiederum ein Differenzbetrag von 80 Cent beschlossen, um dem Verein ein kleines Polster für Eventualitäten zu gewähren. Der Helferbetrag bleibt erhalten, der Klientenbetrag erhöht sich damit auf 8,80 Euro pro Stunde.

Vielfältige Fortbildung

Zum Jahresende nahm Margret Hierholzer an einer 40-stündigen Schulung für ehrenamtliche Helfer teil. Sie wird am 6. Mai über diese Fortbildung referieren. Seit der Verein die Möglichkeit hat, mit der Pflegeversicherung abzurechnen, hat er zugleich die Auflage, mindestens acht Fortbildungsstunden pro Jahr nachzuweisen. Margret Hierholzer koordiniert diese Fortbildungen. Die Fortbildungsmöglichkeiten sind vielfältig, etwa zu Themen wie „Psychiatrische Schulung“, „Scheu und Würde in der Pflege“, „Kommunikation in Krisen und herausfordernden Situationen“, „Demenz“ oder „Kinästhetik“. Neben den Schulungen im Landratsamt werden auch wieder Veranstaltungen in Görwihl sowie in Lauchringen angeboten.

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Ein großer Dank galt der Gemeinde für die Nutzung der Räumlichkeiten und die finanzielle Vereinszuwendung. Aber auch den beiden größeren Spenden, die im vergangenen Jahr durch eine Ausstellung von Fotos Ruth Gunderts mit Verkauf sowie durch ein Benefizkonzert von Georg Albiez und Martin Angell an den Verein gegangen waren. Gaby Stich freute sich besonders, dass der erste offizielle Hauptversammlungstermin des neuen Bürgermeisters gerade den Verein „Bürger für Bürger“ betraf, und auch Stephan Bücheler selbst sah es als gutes Omen an, seine ersten Grußworte gerade an diesen Bürgerverein richten zu dürfen.

Ein möglichst langes selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden sei für jeden ein großes Anliegen, und gerade die kleinen Hilfestellungen, die der Verein biete, bildeten eine große Stütze zur Bewältigung des Alltags. So werde eine nicht zu unterschätzende Lücke geschlossen.