Zwei deutsche Achter-Crews vom Hochrhein waren bei der internationalen Ruder-Regatta Veterans' Head in London am Start. Die neunte Teilnahme an der Wettfahrt auf der Themse, wo an zwei Tagen rund 600 Achter starten, war für den Wassersportverein Waldshut die bislang erfolgreichste. Erstmals hatte der Verein eine Mixed-Mannschaft in dieses Rennen geschickt. Und die Crew um Schlagfrau Renate Preiss und Cox Tom Swallow schaffte in der Kategorie Mixed Masters D gleich den Sprung aufs Siegerpodest.

Das Achterteam der RG Grenzach beim Veterans Head in London: Von links: Adrian Hauri, Peter Berner, Michael Weber (Rheinfelden), Andreas Probst, Thomas Beinke (Waldshut), Cox Elenore Garreth, Christian Bell, Holger Schmidt und Rafael Herrmann (Waldshut).
Das Achterteam der RG Grenzach beim Veterans Head in London: Von links: Adrian Hauri, Peter Berner, Michael Weber (Rheinfelden), Andreas Probst, Thomas Beinke (Waldshut), Cox Elenore Garreth, Christian Bell, Holger Schmidt und Rafael Herrmann (Waldshut). | Bild: Privat/Schmidt

Die Waldshuter Crew hatte in ihrer Alterskategorie zwar nur drei Konkurrenten. Das schmälert den Erfolg aber nicht wesentlich, denn die WSV-Ruderer haben mit fast 45 Sekunden Vorsprung triumphiert. „Wahnsinn“ – so die Reaktion von Schlagfrau Renate Preiss angesichts des unerwarteten Erfolgs. Einziger Schönheitsfehler: Der Pokal inform eines silbern glänzenden Bierhumpens hat beim Koffertransport im Frachtraum des Fliegers eine gewaltige Delle ab bekommen.

Die Renngemeinschaft Grenzach mit den beiden Waldshuter Ruderern Thomas Beinke und Rafael Herrmann war zwar noch vier Sekunden schneller als das WSV-Boot, das reichte im Gesamtklassement aber nur für Platz 159 von 220 Startern. „Leider nicht sehr beeindruckend“, so das Fazit von Trainer Holger Schmidt, der sich ein deutlich besseres Abschneiden erhofft hatte.

Doch die Grenzach-Crew um Schlagmann Christian Bell hatte erst zwei Wochen vor dem Rennen mit Michael Weber vom RC Rheinfelden den bis dahin verwaisten achten Platz im Boot besetzen können. Auswärtige Verpflichtungen von zwei Ruderern während der Vorbereitung auf die Regatta in London hatten zur Folge, dass der Grenzach-Achter beim Rennen auf der Themse überhaupt zum ersten Mal in kompletter Besetzung ruderte.

Das Veterans' Head of the River Race findet alljährlich auf dem knapp sieben Kilometer langen Themse-Abschnitt zwischen Chiswick und Putney statt, wo an diesem Osterwochende die traditionelle Wettfahrt der beiden Achter-Teams von Oxford und Camebridge tausende Zuschauer anlockt. Ein bisschen Glanz dieses berühmten Ruder-Duells ist übrigens auch auf die beiden Ruder-Crews vom Hochrhein abgefallen: Sie starteten in Rennbooten, die von Ruderclubs der beiden Elite-Universitäten zur Verfügung gestellt worden waren.