Nach längerer Krankheit ist Ulrich Grote am Mittwoch, 12. Juni, im Alter von 71 Jahren verstorben. Bekannt war Grote in der Region aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Facharzt für Anästhesie und als Notarzt.

In dieser Eigenschaft war er noch bis vor wenigen Wochen regelmäßig in der Hochrheinregion aktiv, obwohl er seinen Lebensmittelpunkt längst nach Freiburg verlegt hatte.

„Er genoss beim DRK und seinen Mitarbeitern eine besondere Wertschätzung – nicht nur wegen seiner fachlichen Kenntnisse aus vier Jahrzehnten als Mediziner, sondern weil er menschlich sehr präsent war“, kommentierte der Rettungsdienstleiter des DRK-Kreisverbandes Säckingen, Horst Schwarz. Sichtbares Zeichen der Anerkennung sei ein Kondolenzbuch, das in der DRK-Rettungswache ausgelegt wurde.

In Bad Säckingen und Umgebung war Grote vor allem in den 90er Jahren und erneut ab 2013 tätig. Den Beruf als Notarzt übte er seit 1978 aus.

Einen Namen machte er sich in dieser Zeit auch immer wieder aufgrund seines öffentlichen Engagements. In den 90er Jahren war er für die SPD Bad Säckingen kommunalpolitisch aktiv, wie sich sein damaliger Weggefährte Hidir Gürakar erinnert: „Besonders setzte er sich für die Verkehrsberuhigung in der Innenstadt und den Ausbau des Citybus-Netzes ein.“ Die Wahl in den Gemeinderat blieb Grote allerdings verwehrt.

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Als streitbarer Kopf erwies er sich während der Debatte um den Erhalt des Bad Säckinger Krankenhauses. Mit seiner umfangreichen Expertise im Bereich Notfallmedizin warnte Grote immer wieder vor Lücken in der Versorgung der Menschen in der Region nach der Schließung des Krankenhauses.

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Zuletzt bezog er in der Frage der geplanten Stationierung eines Rettungshubschraubers auf dem Hotzenwald Position: Er sprach sich dafür aus, stattdessen lieber zusätzliche Rettungswachen mit 24-Stunden-Betrieb zu installieren.

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