Er hätte noch viel zu erzählen gehabt. Als Peter Rombach vor wenigen Jahren in Ruhestand ging, hatte er sich vorgenommen, ein Buch zu schreiben. „40 Jahre Journalismus in Südbaden“, lautete der Arbeitstitel. Nun bleibt das Werk unvollendet, denn der erfahrene Journalist ist mit 67 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit in Bonndorf, wo er zuletzt lebte, gestorben. Er hinterlässt seine Ehefrau Heidemarie, mit der er seit fast 45 Jahren verheiratet war, zwei erwachsene Söhne und zwei Enkeltöchter.

Peter Rombach war mit Leib und Seele Journalist. Zunächst schlug er jedoch einen anderen Berufsweg ein. Nach dem Besuch des Scheffelgymnasiums in Bad Säckingen, wohin er als Achtjähriger mit seiner Familie aus Neustadt im Schwarzwald gezogen war, machte er eine Verwaltungsausbildung bei der Stadt Rheinfelden und schloss seiner Lehre ein Studium zum Diplom-Verwaltungswirt an. Parallel dazu war er als Reporter für die Badische Zeitung unterwegs, wo er später zum Redakteur ausgebildet wurde.

Wechsel von der Zeitung zum Radio

Später tauschte er den Schreibblock gegen das Mikrofon und arbeitete als Journalist für verschiedene Radiosender in Südbaden und in der Schweiz, bevor er Chefredakteur des von seinem Freund Gusty Hufschmid gegründeten Radiosenders Hochrhein Radio in Bad Säckingen wurde. Anschließend kehrte er zum Zeitungsgewerbe zurück und wurde Redakteur der SÜDKURIER-Lokalredaktion Rheinfelden, bevor er den Sprung in die Selbstständigkeit wagte und Ende der 1990er-Jahre mit der Stadtzyttig in Rheinfelden seine eigene Zeitung herausbrachte.

 

Er war auch ein großer Freund der Fasnacht: Peter Rombach beim Hochrhein-Narrentreffen 2017 in Rheinfelden.
Er war auch ein großer Freund der Fasnacht: Peter Rombach beim Hochrhein-Narrentreffen 2017 in Rheinfelden. | Bild: Juliane Schlichter

Bevor Peter Rombach in den Ruhestand ging, arbeitete als Redaktionsleiter der Aargauer Zeitung im Schweizer Rheinfelden. Doch untätig war er auch als Rentner nicht: Nachdem er mit seiner Frau nach vielen Jahren in Rheinfelden nach Bonndorf zurückkehrte, fand er eine neue Beschäftigung als Brauerei­führer in der Brauerei Rothaus, die ihm großen Spaß machte. Als Journalist hatte Rombach seinen Lesern Wissen vermittelt, als Rentner brachte er den Besuchern in Rothaus die Kunst und das Handwerk des Bierbrauens nahe.

Organisator des Bonndorfer Schlossfests

Peter Rombach wird nicht nur als Journalist in Erinnerung bleiben, sondern auch als engagierter Vereinsmensch. In Bonndorf war er viele Jahre Komiteeleiter und Organisator des dortigen Schlossfests. Bei der beliebten Veranstaltung ließ er seine Erfahrungen als langjähriges Vorstandsmitglieds des Trottoirfests Rheinfelden, der Vorlage des Bonndorfer Schlossfests, einfließen.

In Bonndorf war Peter Rombach auch Mitinitiator der Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Bains-les-Bains. Der Verstorbene war außerdem ein großer Fasnachtsfreund: In Rheinfelden war er treues Passivmitglied und Freund der Latschari-Clique. Seinen Kindern hat er als ehemaliger DLRG- und Judotrainer den Spaß an Sport und Ehrenamt mitgegeben.

Peter Rombach galt auch als Weltenbummler. Seine Reisen führten ihn als Jugendlichen unter anderem nach Frankreich. Mit seiner Frau reiste er in den 1970er-Jahren bis in die Sahara. Seinen 60. Geburtstag feierte er in Peking in China. Kanada, Südkorea und Namibia standen in den vergangenen Jahren auf seinem Reiseplan. Seine letzte Ruhestätte wird Peter Rombach in Rheinfelden finden.