Hohentengen (hg) Die Region Schwarzwald, zu der auch der Hochrhein zählt, hat enormes touristisches Potenzial. Das kann sich in Zukunft sehr positiv auf die Wertschöpfung vor Ort in den Gemeinden und Städten auswirken. Um das Potenzial sichtbar zu machen, zu nutzen und die nötigen politischen Entscheidungen richtig zu treffen, hat der CDU-Landtagsabgeordnete und Bundestagskandidat Felix Schreiner zu einem "Tourismusgipfel am Hochrhein" eingeladen. Als Referenten vertrat Fritz Engelhardt, Präsident des Dehoga Baden-Württemberg, die Belange der Gastronomie und der CDU-Landtagsabgeordneter Patrick Rapp aus dem Wahlkreis Breisgau zeigte die Vielfalt der touristischen Möglichkeiten sowie die Bedingungen für den Erfolg auf. An der Diskussionsrunde beteiligte sich zudem die CDU-Bundestagsabgeordnete Gabriele Schmidt.

Mit einem großen Plädoyer für das touristische Potenzial, das in einigen Regionen in den Startlöchern steht oder gar noch im Verborgenen schlummert, verwies Rapp auf die Juwelen vor Ort. "Das Ganze funktioniert aber nur, wenn es auch bespielt wird", erklärte Rapp. Um Wald, Berge, Weinreben, Flüsse, Seen und auch die Kultur in den Fokus zu setzten, brauche es die entsprechende Gastronomie sowie Hotellerie und vor allen Dingen eine entsprechende Dachmarke. Diese Notwendigkeit sieht Rapp als Basis, damit sich die Regionen vom Nordschwarzwald bis zum Südschwarzwald, über die Alb, Breisach, Kaiserstuhl, den Hochrhein bis hin zum Bodensee und auch das Wutachtal tourismustechnisch darstellen können. "Ein Kirchturmdenken bringt uns nicht weiter!"

Ein weiteres Dilemma, das sich der Tourismusförderung nicht unbedingt dienlich erweist, sei die Tatsache, dass die Entscheidungsgremien in ganz unterschiedlichen Ministerien sitzen und somit viele unnötige bürokratische Hürden entstehen. Als weiteren wichtigen Punkt, der eine dringliche Lösung bedarf, nannte Rapp die Digitalisierung. "Lieber ein paar Schlaglöcher mehr auf den Straßen im Ländle, als keine Datenautobahn." Dieses Defizit an digitaler Mobilität stellte auch der Dehoga-Präsident Fritz Engelhardt heraus und mahnte die Versäumnisse an.

Ebenso thematisierte er die Problematik des Mindestlohns und des Arbeitszeitgesetzes sowie die Mehrwertsteuerregelung, die der Gastronomie schwer zu schaffen machen. Folgen dieser Daumenschrauben seien stark reduzierte Angebote und immer weniger Gasthäuser, da eine Umsatzrendite unter zehn Prozent einfach nicht zukunftsfähig sei. In diesen Bereichen forderte der Dehoga-Vorsitzende die künftigen Koalitionspartner auf, dringend nachzujustieren, denn sonst könne der Tourismus nicht in Schwung kommen. Die rund 25 anwesenden Wirte und Hoteliers ermahnten die politischen Vertreter der CDU, sich für ihre Belange einzusetzen und nicht nur Versprechungen zu leisten. "Dennoch muss lobend anerkannt werden, dass die CDU die einzige Partei ist, die sich bei der Dehoga überhaupt der Diskussion stellt", sagte Engelhardt.