1. L151a Grunholz-Rotzel

Zwischen Rotzel und Grunholz (hier der Kreuzungsbereich in Hochsal) wird der Straßenbelag saniert. Die Strecke wird dazu voll gesperrt.
Zwischen Rotzel und Grunholz (hier der Kreuzungsbereich in Hochsal) wird der Straßenbelag saniert. Die Strecke wird dazu voll gesperrt. | Bild: Baier, Markus
  • Das wird gemacht: In zwei Abschnitten wird der Straßenbelag saniert. Wie der zuständige Planer Dieter Bollinger auf Nachfrage erklärt, werden jeweils zwei Asphaltschichten erneuert, teilweise wird der Asphaltaufbau verstärkt. In beiden Abschnitten werden zudem punktuelle Verbreiterungen im Bankettbereich vorgenommen, so Bollinger. Dadurch soll vor allem das Gefahrenpotential beim Begegnungsverkehr zwischen Lastwagen entschärft werden. Im Rahmen der Baumaßnahme werden außerdem Querungen für die Breitbandversorgung im Auftrag der Stadt mitverlegt.
  • Der Zeit- und Kostenplan: Abschnitt 1 zwischen Hochsal und Rotzel läuft seit dem 16. Juli und soll am Freitag, 10. August abgeschlossen sein. Die Arbeiten am Abschnitt 2 zwischen Grunholz und Hochsal haben am Donnerstag, 26. Juli, begonnen und dauern bis voraussichtlich 7. September. Die Kosten liegen bei rund 960000 Euro.
  • Wichtig für Autofahrer: Die Strecke ist für die Dauer der Arbeiten komplett gesperrt. Zur Umfahrung können die parallel verlaufenden L151 zwischen Hottingen und Murg, die Todtmooser/Hännerstraße zwischen Binzgen und Laufenburg, sowie die Laufenburger/Allmendstraße zwischen Rotzel und Laufenburg genutzt werden.

2. Hännerstraße

Die Hännerstraße wird voraussichtlich ab September saniert. Inklusive der Belagssanierungen und Verlegung von Versorgungsleitungen dauert diese Maßnahme gut ein Jahr.
Die Hännerstraße wird voraussichtlich ab September saniert. Inklusive der Belagssanierungen und Verlegung von Versorgungsleitungen dauert diese Maßnahme gut ein Jahr. | Bild: Baier, Markus
  • Das wird gemacht: Zwischen Einmündung Säckinger Straße und dem Kreisverkehr am Rappenstein wird die Hännerstraße auf sechs Meter verbreitert. Auch der Gehweg wird auf 1,50 Meter verbreitert. Vorgesehen ist der Bau einer Stützmauer entlang des Hangs, die Umgestaltung der Einmündung der Hänner- und der Rappensteinstraße in die Säckinger Straße, die Erneuerung der Abwasser-, der Wasserleitung und der Straßenbeleuchtung. Zusätzlich wird die Straßendecke zwischen dem Binzger und dem Rappensteinkreisel erneuert.
  • Zeit- und Kostenplan: Die eigentlichen Arbeiten beginnen laut Bürgermeister Ulrich Krieger voraussichtlich Mitte September und dauern etwa ein Jahr. Schon Mitte August beginnen Arbeiten im Einmündungsbereich der Rappensteinstraße an der dortigen Überquerungshilfe. Diese sind dann aber bis zum eigentlichen Baustart abgeschlossen. Die Kosten liegen bei rund 1,7 Millionen Euro
  • Wichtig für Autofahrer: Die Arbeiten beginnen erst, wenn die Arbeiten an der parallel verlaufenden Landstraße Rotzel-Grunholz abgeschlossen sind, so dass die Ausweichstrecke in Nord-Süd-Richtung wieder frei ist.

3. Säckinger Straße/Dreispitz

Kurz vor dem Abschluss stehen die Arbeiten an der Stützmauer im Bereich Säckinger Straße/Dreispitz in Laufenburg.
Kurz vor dem Abschluss stehen die Arbeiten an der Stützmauer im Bereich Säckinger Straße/Dreispitz in Laufenburg. | Bild: Baier, Markus
  • Das wird gemacht: Die Stützmauer wird seit April saniert, die Arbeiten sind laut Regierungspräsidium bis auf wenige Restarbeiten abgeschlossen. "Derzeit laufen noch Arbeiten am oberen Abschluss der Mauer", so Bauleiter Dieter Bollinger. Hier wird der vorhandene Betonsockel für das Geländer ergänzt und saniert.
  • Zeit- und Kostenplan: Die Maßnahmen liegen im Zeitplan, in den nächsten Tagen wird das Geländer montiert. Abschluss der Arbeiten ist am 15. August.
  • Wichtig für Autofahrer: Die Strecke ist momentan einspurig befahrbar. Es gibt eine Ampelregelung. Diese Behinderungen fallen am Ende der Arbeiten wieder weg.

4. Ortsdurchfahrt Laufenburg/CH

Die Umgestaltung des Bereichs Burgmatt ist eine der Kernmaßnahmen der geplanten Sanierung der Ortsdurchfahrt im Schweizer Laufenburg. Zuständig beim Kanton ist Projektleiter Andreas Drohomirecki.
Die Umgestaltung des Bereichs Burgmatt ist eine der Kernmaßnahmen der geplanten Sanierung der Ortsdurchfahrt im Schweizer Laufenburg. Zuständig beim Kanton ist Projektleiter Andreas Drohomirecki. | Bild: Baier, Markus
  • Das wird gemacht: Von Osten her werden im Zuge von vier Bauabschnitten unter anderem der Straßenbelag saniert, Versorgungsleitungen verlegt, Geh- und Radwege ergänzt, wo dies notwendig ist. Kernstück der Maßnahmen ist die Umgestaltung des Bereichs Burgmatt, wie der Projektleiter des Verkehrsdepartements, Andreas Drohomirecki, darstellt: "Ziel ist die Aufwertung dieses Bereichs durch Fußgängerschutzmaßnahmen und Optimierungsmaßnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses." An der vielbefahrenen Kreuzung in Richtung Kaisten wird eine Ampel installiert.
  • Zeit- und Kostenplanung: Die ursprüngliche Planung ist bereits zehn Jahre alt. Inzwischen wurden weitere Abschnitte dazugenommen und zusätzliche Maßnahmen eingeplant. Die Bauzeit beträgt somit etwa zwei Jahre. Der Baubeginn ist aber noch offen. Laut Drohomirecki wird es wohl frühestens im Oktober losgehen. Grund: Die eingegangenen Angebote liegen über der Kostenberechnung von 5,8 Millionen Franken. Aktuell werden Einsparmöglichkeiten geprüft.
  • Wichtig für Autofahrer: Die Baumaßnahmen sollen abschnittsweise laufen, beginnend am östlichen Ortseingang. "Es wird keine Vollsperrungen sondern eine Ampelregelung geben", so Andreas Drohomirecki. Die Ampelschaltung soll so gestaltet werden, dass sie den Verkehrsströmen zu den Stoßzeiten entgegenkommt und der Verkehr möglichst flüssig gehalten wird. Dennoch sollte ein zeitlicher Puffer eingeplant werden.

5. Laufenburg/Hardwald

Ein Teil ist bereits fertig, aber es gibt noch eine Menge zu tun: Auf der Strecke zwischen Laufenburg/CH und dem Kreisel kurz vor Sisseln wird der Verkehr einspurig an der Baustelle vorbeigeleitet. Dennoch kommt es häufig zu Stockungen.
Ein Teil ist bereits fertig, aber es gibt noch eine Menge zu tun: Auf der Strecke zwischen Laufenburg/CH und dem Kreisel kurz vor Sisseln wird der Verkehr einspurig an der Baustelle vorbeigeleitet. Dennoch kommt es häufig zu Stockungen. | Bild: Baier, Markus
  • Das wird gemacht: Zwischen Ortsausgang Laufenburg und dem Hardwaldkreisel werden Straßensanierungsarbeiten durchgeführt. In diesem Zuge wird die Straße verbreitert, um Radwege anzulegen. In diesem Zuge wird auch die Abfahrt Richtung Kaisten saniert.
  • Zeit- und Kostenplanung: 15 Monate Bauzeit sind für die Maßnahme vorgesehen, die bereits im April begonnen hat. Die Gesamtmaßnahme kostet etwa 5,9 Millionen Franken.
  • Wichtig für Autofahrer: Die Arbeiten werden zwar auf mehrere Baufelder verteilt, um den Verkehr möglichst flüssig zu halten. Dennoch kommt es zu den Stoßzeiten zu Behinderungen und Rückstaus. Zu Beginn der Bauzeit haben die Verkehrsbehinderungen zu massiven Beschwerden von Anwohnern wie auch Autofahrern geführt. Inzwischen hat sich die Lage laut den Schweizer Behörden aber eingespielt. Gleichwohl ist mit längeren Fahrtzeiten zu rechnen, gerade zu den Stoßzeiten am Morgen und Abend.

Das sollten Autofahrer außerdem beachten:

Neben diesen großen Vorhaben hat die Stadt Laufenburg auch eine Reihe kleinerer Maßnahmen für die nächsten Monate geplant. Insgesamt werden an zehn Straßen im Stadtgebiet Belagssanierungen vorgenommen.Am gravierendsten dürften die Auswirkungen auf der Strecke zwischen Hochsal und Schachen zu spüren sein.

Bisherige Konsequenzen für den Verkehr, Ausweichstrecken und weitere Perspektiven

A98/B34/L154: Die deutschen Strecken entlang des Rheins zwischen Laufenburg und Bad Säckingen stellen gerade für Grenzgänger, die von Waldshut her in Richtung Basel oder in die Gegenrichtung unterwegs sind, ideale Ausweichrouten zum Nadelöhr Laufenburg/CH dar. Diese Alternative werde seit Beginn der Baumaßnahmen auf Schweizer Seite auch stark genutzt, wie Albert Zeh, Leiter des Polizeireviers Bad Säckingen, erklärt. Die Folge: „In den Stoßzeiten kommt es gerade an Ampeln auf dieser Strecke zu längeren Rückstaus als wir es gewohnt sind. Das gilt auch jetzt in der Ferienzeit.“ Echte Probleme oder gar Staus mit Verzögerungen und Wartezeiten für Autofahrer treten hingegen zumindest bislang nicht auf, so Zeh: „Die Kapazitäten der Strecken reichen vollauf für die Verkehrszunahme aus.“ Die Polizei werde aber die weitere Entwicklung im Blick behalten.

Grenzübergänge: Eine Verlagerung der Grenzübertritte infolge von Straßenbauarbeiten von Laufenburg auf andere Grenzübergänge in der Region ist laut Peter Hauk, Pressesprecher des Hauptzollamts Singen, zumindest bisher nicht feststellbar. Auch Verkehrsbehinderungen gebe es nicht.

Auf Schweizer Seite: Eine Umfahrung von Laufenburg/CH gibt es auf Schweizer Seite nicht. Stattdessen bemühen sich die Straßenplaner, den Verkehr per Ampelregelung einspurig an den Baustellen vorbeizuführen. Die Ampeln werden analog zu den Verkehrsströmen zu den Stoßzeiten geschaltet. Das heißt: Morgens werden die Autofahrer von der Grenze her bei den Grünphasen bevorzugt, abends die entgegengesetzte Richtung. Ergänzend wird der Verkehrsdienst eingesetzt, um gegebenenfalls die Verkehrsregelung zu übernehmen. Dennoch sollten Autofahrer mindestens 30 Minuten mehr Fahrtzeit einkalkulieren. Wenn dann die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Laufenburg beginnen, könnte sich dieser Wert steigern. (msb)