Mit den zunehmenden Hygienartikeln in der Corona-Kirse – vom Mundschutz über den Schutzanzug bis hin zum Taschentuch – wächst auch der Müll. Doch wohin mit solch kontaminierten Abfällen in einem Haushalt mit einem Corona-Fall? Und wo entsorgen Haushalte ohne Corona-Infekt ihren Abfall am besten? Wir geben die wichtigsten Antworten.

Welche Vorsichtsmaßnahmen gelten bei der Entsorgung von kontaminierten Abfällen?

Um sowohl bei anderen Nutzern derselben Restmülltonne als auch bei Dritten, wie etwa Müllwerkern, eine Gefährdung möglichst auszuschließen, sollten bestimmte Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt werden, erklärt Susanna Heim, Pressesprecherin des Landratsamts Waldshut. Demnach sollten spitze oder scharfe Gegenstände (zum Beispiel Spritzen und Skalpelle) in stich- und bruchfesten Einwegbehältnissen gesammelt und fest verschlossen werden. Des Weiteren sollten geringe Mengen an flüssigen Abfällen mit ausreichend saugfähigem Material in Verbindung gebracht werden, um die Tropffreiheit zu gewährleisten.

Dieser Mundschutz ist noch verpackt. Doch nach seiner Verwendung ist eine richtige Entsorgung wichtig.
Dieser Mundschutz ist noch verpackt. Doch nach seiner Verwendung ist eine richtige Entsorgung wichtig. | Bild: Klaus-Dietmar Gabbert

Größere Mengen an flüssigen Abfällen dürfen laut Susanna Heim nicht über die Restmülltonne entsorgt werden.

Die kontaminierten Abfälle seien in stabilen Müllsäcken (wichtige Anmerkung: Hier sind nicht die amtlichen blauen Müllsäcke des Landkreises Waldshut gemeint) zu sammeln, die nach Befüllung mit dem kontaminierten Abfall beispielsweise durch Verknoten fest zu verschließen sind.

Die Müllsäcke müssen laut Heim dann direkt in die Abfalltonnen oder Container gegeben werden und dürfen nicht daneben gestellt werden. Sind die Abfalltonnen oder Container bereits gefüllt, ist eine gesicherte Lagerung bis zur nächsten Abholung an einem möglichst kühlen Ort vorzunehmen, so Heim.

Wo müssen Hygieneartikeln von Corona-Infizierten entsorgt werden?

Nachfolgende Abfälle aus positiv getesteten oder unter Quarantäne gestellten privaten Haushalten und vergleichbaren Anfallstellen (zum Beispiel Hausarztpraxen) sind laut Susanna Heim vom Landratsamt über die Restmülltonne zu entsorgen (Aufzählung nicht abschließend): Wertstoffe, Verpackungen und häusliche Bioabfälle (Küchenabfälle), Materialien, die zum Abdecken von Mund oder Nase im Zuge der Husten- und Nies-Etikette verwendet wurden, Taschentücher, Aufwischtücher, Einwegwäsche und Hygieneartikel (z. B. Windeln), Schutzkleidung und Abfälle aus Desinfektionsmaßnahmen.

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Wie entsorgen die Kliniken ihre Abfälle?

Die Entsorgung aus Einrichtungen des Gesundheitsdienstes mit gehäuftem Anfall virenbelasteter Abfälle (z.B. Kliniken und Schwerpunkpraxen) sind laut Abfallsatzung des Landkreises Waldshut von der öffentlichen Müllentsorgung ausgeschlossen.

Warum ist die richtige Entsorgung wichtig?

Mit den Vorsichtsmaßnahmen bei der Entsorgung soll laut Susanna Heim sichergestellt werden, dass unbeteiligte Dritte, Mitarbeiter der Entsorgungsunternehmen, des Transporteurs für die Müllverbringung in die Schweiz und der Kehrichtverbrennungsanlagen vor einer Infektion geschützt werden.

Wie soll in Haushalten ohne Corona-Infektion vorgegangen werden?

„Alle Haushalte, die von einer Corona-Infektion nicht betroffen sind, entsorgen weiter wie bisher, um die Entsorgungskapazitäten in den Müllverbrennungsanlagen nicht unnötig zu belasten“, sagt Susanna Heim, Pressesprecherin des Landratsamts Waldshut.

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