Sieben Menschen sind bei einem folgenschweren Unfall am Donnerstagmorgen gegen 5.30 Uhr am Bahnübergang Grunholzer Straße in Laufenburg teils schwer verletzt worden.

Ein Kleinwagen hatte den Laufenburger Stadtbus am Bahnübergang Grunholzer Straße gerammt. Der Autofahrer wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Sechs Businsassen wurden ebenfalls verletzt. Es entstand ein Sachschaden von 50000 Euro. Während des stundenlangen Großeinsatzes von Rettungskräften der Feuerwehr, des Roten Kreuzes und der Polizei war die Straße komplett für den Verkehr gesperrt.

Der verunfallte Autofahrer musste mit schwerem Gerät aus seinem Fahrzeugwrack befreit werden.
Der verunfallte Autofahrer musste mit schwerem Gerät aus seinem Fahrzeugwrack befreit werden. | Bild: Feuerwehr Laufenburg

Die Polizei geht davon aus, dass Unfallursache eine Vorfahrtsverletzung durch den 48-jährigen Hyundai-Fahrer war.

Polizei: Autofahrer missachtet Vorfahrtsregelung

Laut Ermittlungen der Polizei war der 48 Jahre alte Autofahrer aus der Grunholzer Straße in die Waldshuter Straße eingebogen. Hierbei missachtete er die Vorfahrt eines Linienbusses und stieß mit ihm zusammen. Der Mann wurde in seinem Auto eingeklemmt und musste von der Laufenburger Feuerwehr, die mit 50 Leuten im Einsatz war, mit Schere und Spreizer befreit werden: "So etwas läuft immer in enger Absprache mit dem Notarzt", schildert Stadtkommandant Markus Rebholz im Gespräch mit unserer Zeitung.

Mit dem Rettungshubschrauber wurde der verunglückte Autofahrer in die Uni-Klinik Freiburg gebracht
Mit dem Rettungshubschrauber wurde der verunglückte Autofahrer in die Uni-Klinik Freiburg gebracht. | Bild: Kamera 24

Der 48-Jährige erlitt schwere Verletzungen und wurde nach notärztlicher Versorgung mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert, so die Polizei.

In dem mit zehn Fahrgästen besetzten Linienbus wurden nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei sechs Personen verletzt, darunter auch der 50-jährige Busfahrer. Notärzte, Rettungsdienst, Feuerwehrleute und die Laufenburger First Responder kümmerten sich um die Verletzten. Alle Betroffenen wurden in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Feuerwehr fünf Stunden im Einsatz

Mehr als fünf Stunden dauerte der Einsatz der Feuerwehr, wie Rebholz erklärt: "Es war ein extrem aufwändiger Einsatz, wobei wir unsere Mannschaftsstärke im Lauf der Zeit deutlich reduzieren konnten." Viel Zeit habe die Patientenbergung und Versorgung in Anspruch genommen.

Nach dem Unfall war die Waldshuter Straße stundenlang gesperrt. Für die Rettungskräfte war es ein sehr aufwändiges Unterfangen.
Nach dem Unfall war die Waldshuter Straße stundenlang gesperrt. Für die Rettungskräfte war es ein sehr aufwändiges Unterfangen. | Bild: Kamera 24

Der schwer beschädigte Linienbus wurde schließlich durch ein Spezialfahrzeug abgeschleppt. Die Verkehrspolizei leitete die Unfallaufnahme. Das Autowrack wurde zur weiteren Untersuchung beschlagnahmt, heißt es seitens der Ermittler.

Verkehrschaos wird durch gesperrte Hännerstraße verschärft

Bis gegen 9 Uhr war die Straße komplett gesperrt. Die Aufräumarbeiten der Feuerwehr waren gegen 10 Uhr beendet. "Während der Straßensperrung ist ein ziemliches Verkehrs-Chaos entstanden, weil die Hännerstraße gesperrt ist und als Ausweichstrecke nicht zur Verfügung steht", erklärt Markus Rebholz.

Die Entscheidung der Polizei, den Verkehr über den Rappenstein umzuleiten, beurteilte er als "knifflig", denn dort seien zu diesem Zeitpunkt bereits Schüler unterwegs gewesen.

Seitens der SBG konnte derweil ein Ersatzbus zur Verfügung gestellt werden, so dass es im Linienverkehr zu keinen nennenswerten Ausfällen kam, nachdem die Strecke wieder freigegeben war, hieß es seitens des Unternehmens.