Vor 25 Jahren

Dogern – „In großer Anzahl waren Vertreter der Finanzwelt und dem Handel, der Kommunalpolitik, Mitarbeiter und Kollegen nach Luttingen gekommen, um den Vorstandsvorsitzenden der Raiffeisenbank Dogern-Laufenburg, Herbert Gerteis, in den Ruhestand zu verabschieden“, berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe vom 3. September 1994.“ Gerteis habe die Geschäftspolitik maßgeblich mitgestaltet, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Jehle. Vom Aufsichtsrat wurde der beliebte Direktor zum Ehrenvorstandsmitglied ernannt. Profundes Fachwissen und Persönlichkeit habe Gerteis in hohem Maße zu bieten, wurde dem Scheidenden vom Vertreter des Badischen Genossenschaftsverbandes aus Karls-ruhe bescheinigt. IHK-Geschäftsführer Heinrich Stürmer dankte Gerteis für dessen Tätigkeit als Ausbilder. Gerhard Renner, direkter Nachfolger von Gerteis in der Bank, würdigte die kollegiale Zusammenarbeit. Für den 40-jährigen Einsatz von Gerteis als Kirchenfondsrechner dankte Pfarrgemeinderat Alban Berger.“

Vor 50 Jahren

Kreis Waldshut – Im Bereich des Schulamtes Waldshut nahmen zum Beginn des neuen Schuljahres 39 Hauptlehrer z.A., 14 neue HHT-Lehrerinnen und vier neue Sportlehrer den Unterricht auf. Sie wurden am 5. September 1969 in Waldshut vom damaligen Schulamtsdirektor Seiterle vereidigt. Die neuen Lehrkräfte wurden an Real-, Grund- und Hauptschulen sowie Sonderschulen zwischen Jestetten und Rheinfelden verteilt.

Vor 75 Jahren

Kreis Waldshut – „Wie allseits bekannt ist, dürfen nach Luftangriffen keine Telefon-Ortsgespräche privaten Inhalts geführt werden“, berichtete der Alb-Bote am 2. September 1944. „Fortan werden im Fernsprechnetz Waldshut in kritischen Stunden alle Teilnehmer, soweit ihre Anschlüsse nicht ohnehin gesperrt werden, durch ein akustisches Zeichen vor Privatgesprächen gewarnt.

Das Zeichen besteht darin, dass nach Abnehmen des Hörers anstelle des Amtszeichens zwei kurze Summtöne zu hören sind. Anschlüsse, von denen aus trotzdem privat gesprochen wird, werden gesperrt oder den Inhabern ganz entzogen.“ – Unklar ist, ob deshalb Telefongespräche im größeren Stil abgehört wurden oder man auf Mitteilungen aus dem Familien- oder Bekanntenkreis hoffte. Die Zahl der Waldshuter mit Telefon war damals jedenfalls noch sehr überschaubar.

Vor 100 Jahren

Grießen – „Am Freitag fand die Probefahrt der Kraftwagenlinie Grießen-Jestetten zur Festlegung der Haltestellen und des Fahrplanes statt“, berichtete der Alb-Bote in der Ausgabe vom 3. September 1919. „Am Montag darauf war dann die Probefahrt mit den Gemeinderäten der beteiligten Gemeinden, und seit gestern, 2. September 1919, ist die Linie der Öffentlichkeit übergeben. Täglich finden drei Fahrten statt: Ab Grießen um 10 Uhr, 14.40 Uhr und 20 Uhr.“