Vor 25 Jahren

Herrischried – „Fahrradfahren im Hotzenwald – das schlaucht nicht nur Raucher“, berichtete der Alb-Bote am 13. Mai 1994. „Steile Hänge und lange Steigungen treiben auch dem Umweltbewussten den Schweiß auf die Stirn. Um Touristen trotzdem auf die Drahtesel zu locken, geht die Gemeinde Herrischried neue Wege. Seit gestern gibt es bei Gastwirt Wolfgang Eberle im Gasthaus ,Rehwinkel‘ in Wehrhalden Tourenräder und Mountainbikes zu mieten. Der Clou bei der Sache: Wer mit den Rädern talwärts fahren will, braucht die Velos am Abend nicht mehr die Berge hinaufzuschieben. Nach der Tour können die Räder bis spätestens 18 Uhr am Bad Säckinger Bahnhof abgegeben werden, die Gemeinde Herrischried holt die Räder dann dort ab. Der Lieferservice kostet fünf Mark, dazu kommt noch die Leihgebühr für die Räder. 14 Fahrräder hat die Gemeinde beschafft. Eine ursprünglich angedachte Rückbeförderung der Räder durch die Buslinie der SBG wurde von ihr abgelehnt. Wenn das Angebot im Sommer gut angenommen wird, hofft Bürgermeister Baumgartner doch noch auf eine Lösung zusammen mit der SBG.“

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Günzgen – „Mit der Pflanzung eines Kugelahornbaumes vor der St. Fintan-Kapelle in Günzgen wurden jetzt die Baumaßnahmen im Rahmen des Dorfentwicklungsplanes abgeschlossen“, berichtete der Alb-Bote am 14. Mai 1994. „Neben den öffentlichen Investitionen wurde auch von privater Seite durch Neugestaltung von Hofplätzen und Fassaden einiges zur Verschönerung getan. Mit den ersten Planungen war vor sieben Jahren begonnen worden. Lange war fraglich, wo die neue Ortsdurchfahrt ausgebaut werden sollte. Die Entscheidung fiel auf die Schaffhauser Straße, wo die Entwicklungsmaßnahmen 1992 eingeleitet wurden. Ein neuer Gehweg wurde angelegt, das Milchhäusle abgebrochen und ein Dorfplatz geschaffen.“

Vor 50 Jahren

Nöggenschwiel – „Seinen Ruf als ,Dorf der Rosen‘ und Goldmedaillengewinner im Wettbewerb ,Unser Dorf soll schöner werden‘ dankt Nöggenschwiel nicht zuletzt Lennart Graf Bernadotte von der Blumeninsel Mainau“, berichtete der Alb-Bote am 14. Mai 1969. „Indirekt zumindest spielte Graf Bernadotte als Präsident der Deutschen Gartengesellschaft und Stifter des Wettbewerbs die Rolle des Prinzen, der so manche verträumte Landgemeinde, so auch Nöggenschwiel, aus dem Dornröschenschlaf weckte.“ Dafür dankte Nöggenschwiels engagierter Bürgermeister Karl Tröndle Graf Bernadotte, der im Mai 1969 seinen 60. Geburtstag feiern konnte. Tröndle war in Begleitung seiner Kinder Hubert und Carola, die als Trachtenpärchen auftraten, auf die Mainau gereist.

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Vor 75 Jahren

Kreis Waldshut – „Mit Rücksicht auf die besonderen Erfordernisse des Krieges sind der Himmelfahrtstag und der Fronleichnamstag auch in diesem Jahr auf die jeweils nachfolgenden Sonntage verlegt“, berichtete der Alb-Bote am 13. Mai 1944. „Kirchliche Feierlichkeiten aus Anlass dieser Feiertage sind deshalb ebenfalls auf den jeweils nachfolgenden Sonntag zu verlegen. Der 18. Mai 1944 (Himmelfahrt) und der 8. Juni 1944 (Fronleichnam) sind Werktage.“

Vor 100 Jahren

Bergöschingen – „Auf die Jungviehweide Alkenhof, welche am Samstag eröffnet wurde, sind 150 Weidetiere verbracht worden“, berichtete der Alb-Bote am 21. Mai 1919. „Mit dem Besuch dieser zweckmäßigen und schönen Weideanlage lässt sich in diesen so herrlichen Maitagen auch ein Besuch der gut erhaltenen Reste der Küssaburg mit ihrer prächtigen Fernsicht verbinden.“