Vor 25 Jahren

„Die Unechte Teilortswahl in Jestetten wird abgeschafft“, berichtete der Alb-Bote am 4. Dezember 1993. „Die Sitzzahl im Gemeinderat bleibt dagegen bei 18. Dies ist das Ergebnis des Antrags, den die CDU-Fraktion zusammen mit der Fraktion der FWV eingebracht hatte. Konsequenz: Der Ortsteil Altenburg hat künftig keine Sitzgarantie im Gemeinderat mehr, das Wahlverfahren wird unkomplizierter. Der Gedanke, in Altenburg wieder einen Ortschaftsrat einzuführen, fand kaum Befürworter. Die Abschaffung der Teilortswahl erfolgte gegen die Stimmen der SPD, nachdem der Abstimmung eine intensive Diskussion im Rat vorausgegangen war. Aus ihr hatte sich Bürgermeister Brohammer weitgehend herausgehalten. Erst zum Schluss sprach auch er sich für die Abschaffung der Teilortswahl aus. Als Begründung verwies er darauf, dass beiden Ortsteilen eine hervorragende Integration gelungen sei und es praktisch auf keinen Ebenen Schwierigkeiten gebe. Die Wiedereinführung eines Ortschaftsrates lehnte Brohammer ab und meinte, dieses Gremium sei seinerzeit wegen seiner Ineffektivität aufgelöst worden.“

Tiengen – „Bescherung war am gestrigen Nikolaustag“, berichtete der Alb-Bote am 7. Dezember 1993. „Der Bund überweist dem Land Baden-Württemberg für den Autobahntunnel durch den Tiengener Bürgerwald zusätzliche Mittel in Höhe von 25 Millionen DM. Der Anstich für den Tunnel kann jetzt ohne Verzug erfolgen. Im Wege der sogenannten Überhangmittel, die von anderen, insbesondere den neuen Bundesländern, nicht verbraucht werden konnten, werden dem Land jetzt zusätzliche Haushaltsmittel für 1993 zugewiesen.“

Vor 50 Jahren

Waldshut-Tiengen – Die Vertreterversammlungen der Volksbanken Waldshut und Tiengen stimmten am 11. Dezember 1968 der Fusion der beiden Institute zur späteren Volksbank Hochrhein zu. Während die Vertreter von Tiengen die Fusion einstimmig beschlossen, gab es bei der Abstimmung in Waldshut zwei Gegenstimmen. Obwohl 1968 die Volksbank Tiengen der bilanz- und volumenmäßig stärkere Partner war, hatte man sich in den vorbereitenden Gesprächen, die seit dem Sommer liefen, auf Waldshut als Sitz der neuen Bank geeinigt. Aufsichtsratsvorsitzender wurde Tiengens Bürgermeister Franz Schmidt, sein Stellvertreter der Waldshuter Fabrikant Christof Stoll. Der Vorstandsvorsitz entfiel auf den Tiengener Direktor Hermann Kobler, stellvertretender Vorsitzender wurde der Waldshuter Direktor Heinrich Indlekofer. Die Gründung der Volksbank Hochrhein und die Fusion der beiden Institute fand dann im Folgejahr 1969 statt.

Vor 75 Jahren

Breitenfeld – „In einem landwirtschaftlichen Anwesen fand die Frau kürzlich morgens zwölf Junghühner verendet vor“, berichtete der Alb-Bote am 4. Dezember 1943. „Wie eine Untersuchung durch das tierhygienische Institut in Freiburg ergab, waren die Hühner beim Auslaufen vergiftet worden. Es handelt sich wahrscheinlich um eine Böswilligkeit, was umso mehr zur verurteilen wäre, als die Landwirte besorgt sind, die nötigen Eier für die Volksernährung zur Verfügung zu stellen.“

Vor 100 Jahren

Säckingen – „Nachdem man bis Kurzem glaubte, der unheilvollen Grippe Herrschaft wäre in Säckingen gänzlich gebrochen, hört man jetzt wieder von einer Mehrung der Krankheitsfälle von bedenklicher Natur“, berichtete der Alb-Bote am 12. Dezember 1918. „Vergangene Nacht verstarb an der Spanischen Grippe der Inhaber der früheren Seidenfoulardfabrik C. Marthaler. Hoffen wir, dass nunmehr die Endzahl der Opfer dieser Krankheitspest erreicht sein möge.“