Vor 25 Jahren

Ibach – „Auch in den USA interessiert man sich für das in Ibach entwickelte Elektroauto ,Hotzenblitz’“, berichtete der Alb-Bote am 12. April 1994. „Am Dienstag kommender Woche lässt sich der kalifornische Umweltminister über das Fahrzeug informieren. Die Besichtigung findet in Steißlingen im Hegau statt. ,Hotzenblitz’-Geschäftsführer Thomas Albiez verspricht sich mit dieser Besichtigung einen Start in das Amerika-Geschäft. Dort sind aufgrund bevorstehender Gesetzesänderungen Umweltautos sehr gefragt“ – Der 1990 in Ibach entwickelte „Hotzenblitz“ wurde von 1993 bis 1996 in den Fertigungshallen der Suhler Fahrzeugwerk GmbH im thüringischen Suhl produziert. Er ist der erste und war bis zum Verkaufsstart des BMW i3 im November 2013 das einzige Auto, das in Deutschland ausschließlich als Elektrofahrzeug entwickelt und an Kunden verkauft wurde. Es handelte sich dabei um etwa 150 handgefertigte Vorserienprodukte. Wegen Finanzierungsproblemen kam es 1996 zum Aus für die geplante Serienproduktion.

Kreis Waldshut – „Die Frage, wann und wo die Schweiz die Hochrhein-Autobahn abnimmt, wird allenfalls unsere Enkel beschäftigen“, war im Alb-Bote vom 13. April 1994 zu lesen. „Doch heute sei dies weder im Schaffhauser noch im Zürcher Rathaus ein Thema, sagte der Schaffhauser Regierungspräsident Ernst Neukomm. Er relativierte damit die Auffassung des Waldshuter Landrats Bernhard Wütz, die Schweiz habe ein großes Interesse an der Weiterführung der deutschen Autobahn über ihr Gebiet. Befürchtungen der Schweizer Nachbargemeinden von Erzingen zerstreute Neukomm mit dem Satz: ,Wir sind nicht bereit, die Hochrheinautobahn in Trasadingen abzunehmen.’ Überdies beschränke sich Deutschland im Moment auf den Ausbau zweispuriger Ortsumfahrungen auf der Trasse der künftigen A 98.“

Vor 50 Jahren

Waldshut – Der 1966 gegründete Werbe- und Förderungsverein (W+F) Waldshut traf sich zur dritten Hauptversammlung, die vom Vorsitzenden Walter Thoß eröffnet wurde. Eine lebhafte Diskussion entwickelte sich über die Jahrmärkte auf der Waldshuter Kaiserstraße. Einige Sprecher beklagten, dass ein Feuerwehreinsatz in der Kaiserstraße während eines Markttages nicht möglich sei. Außerdem wurde das Angebot der Marktleute kritisiert, die kaum noch Ausgefallenes oder Originelles anböten. Schlussendlich wurde von verschiedenen Seiten der Vorschlag gutgeheißen, die Jahrmärkte künftig auf dem Chilbiplatz abzuhalten.

Vor 75 Jahren

Tiengen – „Das Opfer eines Unfalls wurde der im Alter von 54 Jahren stehende August Sträßler, gebürtig von Bechtersbohl“, berichtete der Alb-Bote am 11. April 1944. „Sträßler wollte am Wehr der Wutach mit einem Haken angeschwemmtes Zeug beseitigen, wobei er vor dem Wehr ins Wasser fiel. Er wurde dann durch eine Stellfalle hinduchgetrieben und hat, bevor Hilfe gebracht werden konnte, den Tod durch Ertrinken gefunden. Sein Versuch, schwimmend das Ufer zu erreichen, misslang.“

Vor 100 Jahren

Stühlingen – „Große Massen Schnee lagen auf Feld und Flur“, berichtete der Alb-Bote am 4. April 1919. „An den Obstbäumen und auch im Wald hat die Schneelast erhebliche Schäden angerichtet. Der Bahnschlitten musste geführt werden, eine Seltenheit um diese Jahreszeit. Auf der Strecke zwischen Eberfingen und Untereggingen blieb ein Soldat im Schnee stecken und konnte erst durch seine Kameraden nach einigen Stunden befreit werden.“