Vor 25 Jahren: Mann schlägt seine Frau krankenhausreif

Klettgau – „Von ihrem Mann zusammengeschlagen und schwer verletzt wurde laut Polizei eine Frau aus einer Klettgaugemeinde“, berichtete der Alb-Bote am 10. September 1993. „Die 39-Jährige sei gegen 18.45 Uhr im betrunkenen Zustand von einem Passanten nach Hause begleitet worden. Wie die Polizei berichtet, habe der ebenfalls betrunkene Ehemann getobt und seine Ehefrau mit Faustschlägen empfangen. Später gab die 39-Jährige zu Protokoll, dass ihr Mann sie mit einem Aschenbecher geschlagen und ihren Kopf gegen eine Tischkante gestoßen habe. Mit schweren Verletzungen brach sie vor der Tür bewusstlos zusammen. Der Passant, der die Frau nach Hause gebracht hatte, war noch in der Nähe. Er schleppte die Frau auf den Gehweg und kümmerte sich um sie. Kurz darauf eilte ein Arzt herbei und versorgte die Verletzte, die dann ins Waldshuter Krankenhaus gebracht wurde. Gegen den 40-jährigen Ehemann ermittelt die Polizei nun wegen gefährlicher Körperverletzung.“

Vor 25 Jahren: Der bekannte Waldshuter Karl Emmenegger stirbt

Waldshut – Wenige Wochen nach seinem 90. Geburtstag ist der bekannte Waldshuter Karl Emmenegger am 9. September 1993 gestorben. Sein Elternhaus stand in der Gurtweiler Straße, wo er mit sieben Geschwistern aufwuchs. Er trat 1932 als Schreiner in die Stuhlfabrik Christof Stoll ein. Nachdem er auch andernorts Erfahrung gesammelt hatte, war er von 1936 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1968 als Meister in der Holzfabrikation von Stoll tätig. Der politisch interessierte Mann wurde 1946 in den Waldshuter Gemeinderat gewählt, dem er bis 1971 angehörte, ab 1959 als Stellvertreter des Bürgermeisters. 1969 wurde er für eine Wahlperiode auch in den Kreistag gewählt. Für seinen langjährigen engagierten Einsatz als Kommunalpolitiker wurde er 1974 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Vor 50 Jahren: Schulen erhalten mehr Lehrer

Kreis Waldshut – „Zahlreiche Schulen in den Landkreisen Waldshut und Säckingen erhielten willkommene Verstärkung“, berichtete der Alb-Bote am 10. September 1968. „42 Junglehrerinnen und -lehrer wurden in der Waldshuter Hansjakob-Schule von Oberschulrat Strahlendorf zu Hauptlehrern und in acht Fällen HHT-Lehrerinnen ernannt. Der pädagogische Nachwuchs wird an Real-, Volks- und Sonderschulen unterrichten, 23 im Kreis Waldshut und 19 im Kreis Säckingen. Insgesamt unterstehen dem Kreisschulamt Waldshut nunmehr 700 Lehrerinnen und Lehrer.“

Vor 75 Jahren: Bildhauer Karl Albiker feiert 65. Geburtstag

Ühlingen – Der aus Ühlingen stammende Bildhauer Karl Albiker feierte am 16. September 1943 seinen 65. Geburtstag. Albiker gehörte seinerzeit zu den wichtigsten Bau-, und Monumentalplastikern Deutschlands, die eine Verbindung des Figürlichen mit dem Architektonischen suchten. Albiker war als Meisterschüler aus der Karlsruher Kunstakademie hervorgegangen und dann in Paris Schüler des weltberühmten Auguste Rodin gewesen. 1929 wurde Albiker als Kunstprofessor an die Akademie in Dresden berufen, der er bis Kriegsende angehörte. Dort war der ebenfalls aus Baden stammende und spätere Waldshuter Bildhauer Alfred Sachs einer seiner Schüler. 1947 kehrte Albiker in seine badische Heimat zurück und ließ sich mit einem Atelier in Ettlingen nieder. Er starb 1961.

Vor 100 Jahren: Ende August schneit es wie im Winter

St. Blasien – „Auf die schönen warmen Tage folgte auf dem Schwarzwald ein starker Wetterumschlag“, berichtete der Alb-Bote am 4. September 1918. „In der Nacht vom 22. auf 23. August war es recht kalt, auf der Höhe hat es geschneit wie im Winter, sodass der Schnee am Morgen, als die Milchfuhrleute kamen, noch auf den Wagen zu sehen waren. Vom 23. auf 24. August 1918 hatten wir es nachts wieder sehr kalt, sodass in der Frühe ein starker Reif lag.“