Vor 25 Jahren

Klettgau – In einer Sondersitzung Anfang Juni 1994 befasste sich der Gemeinderat von Klettgau mit den Folgen des Hochwassers vom 19. Mai 1994 in Grießen und Riedern am Sand, bei dem ein Gesamtschaden in Höhe von rund zwei Millionen Mark entstanden war. Über Gegenmaßnahmen wurden die zahlreich erschienenen Bürger, darunter die Interessengemeinschaft zur Wahrung der Angelegenheiten hochwassergefährdeter Einwohner, wurden von Bürgermeister Roth und Regierungsbaudirektor Sprauer vom Wasserwirtschaftsamt informiert. Sprauer nannte als dringende Sofortmaßnahme die Einrichtung eines Frühwarnsystems, den Ausbau des Schwarzbaches in Grießen sowie den Bau von Rückhaltebecken. Durch sie könnten außerhalb von Grießen 70 000 Kubikmeter Wasser, im Bereich Weisweil 260 000 Kubikmeter und im Bereich Riedern am Sand 150 000 Kubikmeter Wasser zurückgehalten werden. Die Kosten wurden von Sprauer mit rund sechs Millionen Mark angegeben, wovon 70 Prozent bezuschusst werden könnten. Der Gemeinderat fasste den Beschluss, die gemachten Vorschläge umzusetzen.

Jestetten – Der weit über Jestetten hinaus bekannte Kommunalpolitiker Hans Malzacher starb am 1. Juni 1994 nach langer Krankheit im Alter von 74 Jahren. Der gebürtige Jestetter war vor und nach dem Zweiten Weltkrieg bei der Firma Fahr in Gottmadingen tätig, zuletzt als Sicherheitsbeauftragter. 1961 waren seine langen Bemühungen erfolgreich, einen SPD-Ortsverein zu gründen, dessen Ehrenvorsitzender er zuletzt war. 1965 begann Malzacher als Mitglied des Gemeinderats seine kommunalpolitische Tätigkeit, die er bis 1989 ausübte, seit 1971 auch als Mitglied des Kreistags. 1980 erhielt Malzacher für sein Engagement in Politik und Vereinsleben (Gründungsmitglied von Sportfischerverein und Schachgemeinschaft) das Bundesverdienstkreuz.

Vor 50 Jahren

Kreis Waldshut – An die neue Vorschrift, in jedem Auto ein Warndreieck mitzuführen, erinnerte der Alb-Bote am 4. Juni 1969. Die Warndreieck-Pflicht trat bundesweit am 1. Juli 1970 in Kraft, doch alle Autos, deren nächster TÜV-Termin zwischen dem 1. Juli 1969 und 30. Juni 1970 lag, mussten schon ab Juli 1969 das Warndreieck haben. Das Mitführen von Verbandskästen war für Personenwagen noch nicht vorgeschrieben.

Vor 75 Jahren

Kreis Waldshut – „Einer der Kellereinbrecher, die seit einigen Wochen Waldshut und Umgebung unsicher machen, wurde am 3. Juni 1944 zwischen Birndorf und Birkingen gesichtet“, berichtete der Alb-Bote. „Er wird wie folgt beschrieben: 1,65 bis 1,70 Meter groß, 30 bis 40 Jahre alt, Glatze, lange und unten zusammengebundene Hose. Trägt Schusswaffe bei sich, von der er rücksichtslos Gebrauch macht. die Bevölkerung wird gebeten, von dem Auftreten einer der Beschreibung entsprechenden Person den nächsten Gendarmerieposten oder die Kripo in Waldshut zu verständigen.“

Vor 100 Jahren

Klettgau – „In der vorletzten Nacht ist es in Riedern am Sand zu einem Kampf zwischen Schmugglern und dem Zoll- und Grenzpersonal gekommen“, berichtete der Alb-Bote am 4. Juni 1919 über einen für die damalige unruhige Zeit kurz nach dem Ersten Weltkrieg nicht ungewöhnlichen Vorfall. „Bei der auf beiden Seiten einsetzenden Schießerei wurde ein Schmuggler verletzt, sodass er in das Spital nach Tiengen eingeliefert werden musste. In später Nacht rotteten sich Schmuggler nochmals zusammen und stürmten das Zollgebäude in Bühl. Die Einrichtung wurde teilweise zerstört und die beschlagnahmten Stumpen von der Schmugglern wieder herausgeholt.“